TANGENTE ZUG/BAAR: Der Kanton Zug baut für die Stadt eine Strasse

Am aktuell grössten Strassenbauprojekt im Kanton müssen Anpassungen vorgenommen werden. Grund dafür ist ein Projekt der Stadt Zug.

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Auf diesem Grundstück soll dereinst der Ökihof stehen. (Bild: Stefan Kaiser (27. September 2016))

Auf diesem Grundstück soll dereinst der Ökihof stehen. (Bild: Stefan Kaiser (27. September 2016))

Die Pläne der Stadt zum neuen Ökihof im Norden der Stadt haben Konsequenzen für den Bau der Tangente Zug/Baar. Die Baulinien des Strassenbauprojektes müssen im Gebiet Göbli angepasst werden.

Zur Erinnerung: Die Stadt Zug braucht einen neuen Standort für den Ökihof. Geplant ist, diesen bis 2020 im Göbli anzusiedeln. Die Stadt besitzt dort ein Grundstück und will ein zweites benachbartes im Rahmen eines Tauschgeschäftes mit den Wasserwerken Zug (WWZ) erwerben. Die beiden Grundstücke verfügen zusammen über eine Fläche von knapp 40 000 Qua­dratmetern. Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug hat diesem Tauschgeschäft Ende Juni zugestimmt.

Zwei Stichstrassen zur Erschliessung

Damit das Areal, auf dem in fernerer Zukunft vielleicht auch einmal der städtische Werkhof untergebracht werden könnte, erschlossen werden kann, braucht es nun Anpassungen beim Projekt Tangente Zug/Baar. Bis zum 2. August lag das Strassenbauprojekt auf. Die Baulinienplanänderung ist nach wie vor beim Kanton einsehbar. «Die Erschliessung des Gebiets Göbli ist zwar ein Projekt der Stadt Zug, hat aber Auswirkungen auf die Verlängerung der Industriestrasse, welche zur Tangente Zug/Baar gehört», erklärt Baudirektor Urs Hürlimann. Weil dieser Abschnitt der Industriestrasse bis zur Fertigstellung respektive bis zur Übergabe an die Stadt Zug in der Verantwortung des Kantons liege, müsse die Baudirektion die Änderungen öffentlich auflegen.

Die Anpassungen erfolgen an der Verlängerung der Industriestrasse. An dieser werden zur Erschliessung des Areals im Göbli zwei sogenannte Stichstrassen angebaut. Das geht aus dem technischen Bericht hervor, der zum Projekt aufliegt. Es gibt den Anschluss Göbli Süd. Dieser befindet sich parallel und nördlich zur Grienbachstrasse. Weiter nördlich, auf der Höhe des Neuhauswegs, wird das Areal mit dem Anschluss Göbli Nord erschlossen. Als Abbiegehilfe in diese Anschlüsse ist ein Mehrzweckstreifen auf der verlängerten Industriestrasse vorgesehen. Die Zufahrt zum Ökihof soll über den Anschluss Göbli Süd erfolgen. Dieser wird bis zum Gross­acherbach geführt. Am Ende der Strasse ist ein Wendebereich geplant. Die Ausfahrt erfolgt dann laut Bericht über die nördliche Zufahrtsstrasse. Im Endausbau dient diese Zufahrt zusätzlich auch der Erschliessung des Werkhofes. Gleichzeitig wird der Neufeldweg zurückgebaut. Die Erschliessung des Tennisclubs erfolgt über die nördliche Stichstrasse. Mit dem Projekt wird zusätzlich ein Rad- und Fussweg entlang des Grossacherbachs in Nord-Süd-Richtung erstellt.

Auflage bis zum 14. August

Neben der Erschliessung werden neu auf der verlängerten Industriestrasse zwischen dem Knoten Grienbachstrasse und dem Anschluss Göbli Nord ein Gehweg und ein Radstreifen erstellt. Auch gibt es im Bereich des Anschlusses Göbli Nord einen zusätzlichen Fussgängerstreifen. In der Ost-West-Richtung wird der Veloverkehr neu über die nördliche Stichstrasse geführt. Der Velostreifen wird dann mit dem Velostreifen entlang des Gross­acherbachs verbunden. Auf der Industriestrasse selbst wird neu ein Velostreifen markiert.

Die Baulinienplanänderung kann bei der Baudirektion des Kantons an der Aabachstrasse Zug noch bis zum 14. August eingesehen werden.

 

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch