TANGENTE ZUG/BAAR: Er hält die Tangente für eine Fehlkonstruktion

Die Kanton hat seine Variante für die Tangente Zug/Baar vorgestellt. Jetzt präsentiert ein Inwiler eine neue Linienführung. Sie hätte einen doppelten Nutzen.

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Heinz Haupt ist ein Gegner der geplanten Tangente, welche die Autobahnausfahrt mit der Ägeristrasse verbinden soll. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Heinz Haupt ist ein Gegner der geplanten Tangente, welche die Autobahnausfahrt mit der Ägeristrasse verbinden soll. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ein Inwiler hat schlaflose Nächte – wegen einer Strasse, die es noch gar nicht gibt. Die Rede ist von Heinz Haupt und der Tangente Zug/Baar (TZB). Die 3,4 Kilometer lange Kantonsstrasse soll dereinst seine engste Heimat zerschneiden, jenes Stück Land, das nicht mehr zu Zug gehört und auch noch nicht so richtig zu Baar.

Ein frustrierter, empörter Nachbar also? Ein notorischer Verhinderer? Nein, Heinz Haupt ist nichts von alledem. Der Rentner sieht durchaus ein, welchen Nutzen die Direktanbindung der Berggemeinden an die Autobahn für viele Bewohner unseres Kantons haben würde. Und er weiss auch, dass die TZB das Ortszentrum von Baar und Teile der Stadt Zug entlasten könnte.

Linienführung nicht ideal
Doch Heinz Haupt hat wenig Verständnis für die von der Regierung kürzlich vorgeschlagene Linienführung. Das 200 Millionen Franken teure Projekt geht ihm zu wenig sorgsam mit der Natur, mit dem Land und mit den Steuergeldern um.

Darum hat der Inwiler das Heft selber in die Hand genommen und einen Gegenvorschlag ausgearbeitet (siehe Grafik unten). «Ich habe das alternative Projekt nicht durchgerechnet», sagt der Rentner. Dazu würden ihm die finanziellen Mittel fehlen. Er ist sich aber sicher, dass das vorgeschlagene Trassee günstiger zu haben wäre als die Variante des Kantons, da weniger neue Strassen zu bauen wären. Und vor allem würde seine Idee einen grösseren Bogen um eng besiedeltes Gebiet machen. Haupt ist überzeugt: «Mit dieser Lösung würde viel weniger Kulturland verschlissen.»

Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.