TANGENTE ZUG/BAAR: Stadtrat: Tangente Ja, aber mit Vorbehalten

Der Zuger Stadtrat stimmt dem Projekt der Tangente Zug/Baar unter Vorbehalten zu. Er weist aber auf das bescheidene Kosten/Nutzenverhältnis des Projekts hin.

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Die Tangente Zug/Baar im Detail. (Grafik von der Webseite des Kantons Zug)

Die Tangente Zug/Baar im Detail. (Grafik von der Webseite des Kantons Zug)

Grundsätzlich unterstütze der Zuger Stadtrat das Strassenprojekt der Tangente Zug/Baar. Damit das Gesamtverkehrskonzept der Region Zug mit Nordzufahrt und Stadttunnel seine volle Wirkung entfalte, müsse auch die Tangente Zug/Baar realisiert werden, schreibt der Stadtrat in seiner Stellungnahme.

Mit der Tangente könne auch die dringend notwendige Erschliessung des Industrie- und Gewerbegebiets zwischen Zug und Baar abgeschlossen werden. Für die Entwicklung dieses Gebiets und für die Sicherung von
Arbeitsplätzen sei eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur wichtig. Die Stadt Baar würde zudem vom Durchgangsverkehr entlastet.

Zu hohe Kosten, Zersiedelungseffekte
Der Stadtrat sehe aber auch negative Aspekte. So sei der Nutzen im Verhältnis zu den hohen Kosten ungenügend. Dies halte auch der Prüfbericht des Bundes zum Agglomerationsprogramm vom 12. Dezember fest.

Die Entlastungswirkung für die Stadt Zug sei gemäss den Berechnungen des Regierungsrates eher gering, es komme zu unerwünschten Verlagerungen in bestehende Siedlungsgebiete. Als negativ werte er zudem die Zerschneidungs- und Zersiedlungseffekte durch die Tankgente.

Stadtrat fordert raschen Bau des Stadttunnels
Für eine wirksame Entlastung des Verkehrs auf städtischem Gebiet fordert der Stadtrat den raschen Bau des Stadttunnels. Zudem soll die Baarerstrasse für den öffentlichen Verkehr attraktiver gemacht werden. Die heutige Belastung von 18'000 Fahrzeugen pro Tag sei zu hoch. Schliesslich ersucht der Stadtrat den Regierungsrat nochmals, die Frage der Etappierung und deren Kostenfolge zu prüfen.

ana