Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

TANZ: Festival bringt Zug in Schwung

Zum zweiten Mal fand das Festival «Young ID Zug» statt. In den Darbietungen ging es nicht nur darum, ­Kinder und Jugendliche zum Bewegen zu animieren.
Julian Koller
Am Freitagabend wurde auf dem Bundesplatz die Performance «Creature» aufgeführt. (Bild Stefan Kaiser)

Am Freitagabend wurde auf dem Bundesplatz die Performance «Creature» aufgeführt. (Bild Stefan Kaiser)

Julian Koller

Am Freitagabend tanzte auf dem Bundesplatz eine der vielen Künstlergruppen des Young-ID-Festivals, das von Mittwoch bis Sonntag in Zug stattfand. Rasch bildete sich eine Menschentraube um die Darbietung osteuropäischen Volkstanzes. Untermalt von treibender Musik, wurde das Publikum in den Bann von Stepptanz, Peitschenknallern und grellen Kostümen gezogen.

Die Festivalorganisatoren waren indessen viel beschäftigt. Für sie war es nur eine von neun Vorstellungen, die sie an diesem Tag zu bestreiten hatten. Anu-Maaria Calamnius-Puhakka (41) aus Zug hatte alle Hände voll zu tun. «Es ist uns sehr wichtig, dass wir den Tanz für die Kinder auch mit Kultur und verschiedenen Themen verknüpfen können», erklärte sie. Abgesehen vom Spektakel für die Hauptzielgruppe – Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre – setzte sich das Festival auch mit verschiedensten Anliegen auseinander. So konnten die ganz Kleinen beispielsweise am Freitagmorgen in der Bibliothek tanzen und dazu eine Geschichte geniessen. Für die etwas Älteren gab es zudem Vorstellungen über Themen wie die Pubertät oder Workshops, bei denen man gleich selbst mit dem Smartphone mitmachen konnte. Abgesehen davon, sollten die Kinder und Jugendlichen durch die breite Angebotspalette ein offeneres Bild von der Tanzwelt erhalten und Stereotypen überwinden. So waren beispielsweise Veranstaltungen wie der Parkour-Workshop bewusst darauf ausgelegt, die Vorstellung, dass Tanzen reine Mädchensache sei, herauszufordern.

«Hartes Pflaster»

In der Schweiz seien solche Events noch Neuland, sagte Seraina Sidler-Tall aus Cham, Mitorganisatorin des Festivals. Tatsächlich sei dieses Dance-Festival für Kinder und Jugendliche hier in Zug das erste seiner Art in der ganzen Schweiz. Viel weiter sei man beispielsweise in Skandinavien. «Gerade weil es ein Festival mit so vielen internationalen Künstlern ist, kann das auch eine grossartige Plattform für Tänzer hier aus der Schweiz sein, um ihre Auftritte an den Mann zu bringen.»

Auch der osteuropäische Volkstanz am Freitag auf dem Bundesplatz wurde von einem Schweizer Duo aufgeführt. Obwohl es laut Seraina Sidler-Tall einer der eher bizarren Auftritte des Festivals sei, komme der Tanz beim Publikum ganz gut an. «Ich muss sagen, sie haben ihre moderne Art gut mit ungarischer Tradition kombiniert», findet etwa die 20-jährige Lilla Baumann aus Zug, die selbst ungarische Wurzeln hat und die Vorstellung mitverfolgte.

Nach seinem Auftritt war Performer Józef Trefeli aus Genf ganz ausser Atem. Kein Wunder, immerhin hatte er gerade über eine halbe Stunde gesteppt, gesungen, gepeitscht und natürlich getanzt. «Dieses Festival ist für uns auch eine Möglichkeit, Leuten, die wir sonst nicht erreichen würden, unsere Choreografien zu zeigen», erklärt er. Zum Standort Zug sagt er: «Es ist ein hartes Pflaster. Man merkt, dass diese Kunst für die Leute hier noch relativ neu ist, aber insgesamt herrschte eine positive Energie.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.