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In Steinhausen sollen die Musikschultarife angehoben werden

Der Musikschulunterricht für Kinder in der Gemeinde Steinhausen soll künftig 25 Prozent teurer werden, findet der Gemeinderat. Das neue Reglement kommt im Juni vor die Gemeindeversammlung.
Vanessa Varisco
Das Schulhaus Sunnegrund 1 wird umgenutzt, was aber nicht der Grund für die Tariferhöhung ist. (Bild: Stefan Kaiser, Steinhausen, 3. November 2015)

Das Schulhaus Sunnegrund 1 wird umgenutzt, was aber nicht der Grund für die Tariferhöhung ist. (Bild: Stefan Kaiser, Steinhausen, 3. November 2015)

Geht es nach dem Gemeinderat in Steinhausen, sollen die Musikschultarife angehoben werden: Bei den Kindern um 25 Prozent, bei den Erwachsenen um rund 10 Prozent, wie der Gemeinderat in einer Sitzung im Frühling beschlossen hat. Während Rhythmik im Kindergarten, die Musikerfahrung in der 1. Primarklasse sowie die Ensembles und Angebote für den Kinder- und Jugendchor kostenlos sind, zahlen auswärtige Erwachsene neu kostendeckende Tarife, heisst es in einer Medienmitteilung.

Instrumental- und Gesangsunterricht à 30 Minuten für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre kosten künftig 250 Franken pro Semester, 45 Minuten 375 Franken und 60 Minuten 500 Franken. Im selben Zug wurde der Klaviertarif aufgehoben und in den normalen Einheitstarif überführt. Gelten sollen die neuen Tarife ab dem 1. August, sie sind aber bereits jetzt auf der Website der Musikschule aufgeschaltet.

«Seit 2001 sind die Preise für den Musikschulunterricht unverändert. In dieser Zeit machten die Teuerung und die Löhne allerdings eine grosse Entwicklung», erklärt Gemeindepräsident und Vorsteher Bildung und Schule Hans Staub die Anhebung der Tarife. Das Reglement muss zuerst noch vor der Gemeindeversammlung bestehen: Am 6. Juni kommt es zur Abstimmung.

Unabhängig von der Umnutzung

Die Frage, ob die Erhöhung der Preise im Zusammenhang steht mit der Umnutzung des Schulhauses Sunnegrund 1 als Musikschulzentrum, verneint Staub. Zur Erinnerung: Im Dezember 2015 genehmigte die Gemeindeversammlung den Projektierungskredit für das Bauvorhaben.

2017 sprachen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Steinhausen an der Urne für den Baukredit zur Umnutzung des Schulhauses aus, der Baustart ist inzwischen erfolgt. Wie es auf der Gemeindewebsite heisst, laufen die Bauarbeiten planmässig, «sodass mit einer Inbetriebnahme des neuen Musikschulzentrums Anfang 2020 gerechnet werden darf».

«Attraktiv» im Vergleich zu anderen Gemeinden

Doch zurück zur Erhöhung der Musikschultarife. Ein Aufschlag von rund 25 Prozent scheint nicht unerheblich. Die Tarife wurden, wie erwähnt, seit 2001 nicht mehr angepasst. Hätte man sie nicht auch schrittweise anpassen können in den letzten 18 Jahren? Hans Staub entgegnet darauf: «Eine schrittweise Erhöhung kann auch als Salamitaktik gewertet werden. Jetzt soll eine klare Erhöhung gemacht werden, dann sollen die Tarife wieder für ein paar Jahre gleichbleibend sein.»

Im Vergleich zu anderen Zuger Gemeinden seien die Tarife in Steinhausen ausserdem nach wie vor «sehr attraktiv», findet er. Ein Blick in andere Gemeinden zeigt, dass Steinhausens Tarife tatsächlich nicht höher sind. In Hünenberg, wo 2017 letztes Mal die Preise erhöht wurden, kosten 30 Minuten Instrumentalunterricht pro Semester 280 Franken, in Baar zahlt man für die gleiche Zeit 270 Franken und in Risch 270 Franken – für Instrumental und Einzelunterricht im Gesang.

Die neuen Tarife sind auf der Website der Musikschule Steinhausen zu finden: www.zg.ch/behoerden/gemeinden/steinhausen/musikschule/angebot/aktuelles. Auskünfte erteilt auch das Schulsekretariat Steinhausen.

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