Tausende Franken gegen fremde Pflanzen

Der Kanton Zug wendet jedes Jahr rund 20'000 Franken auf, um eingeschleppte oder eingewanderte Pflanzen in Naturschutzgebieten zu bekämpfen. Mit den gestarteten Massnahmen macht Zug gute Erfahrungen.

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Regierungsrat Heinz Tännler (mit einer Goldrute) und Philipp Gieger, Projektleiter Natur beim Kanton Zug. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Regierungsrat Heinz Tännler (mit einer Goldrute) und Philipp Gieger, Projektleiter Natur beim Kanton Zug. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die nordamerikanische Goldrute, eine besonders problematische Art, fotografiert am Reussdamm bei Hünenberg. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die nordamerikanische Goldrute, eine besonders problematische Art, fotografiert am Reussdamm bei Hünenberg. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Von den mehr als 400 gebietsfremden Pflanzenarten stellten die meisten keinerlei Probleme dar, heisst es in der Mitteilung. Bei rund 20 jedoch sei dies anders. Diese «invasiven Neophyten» könnten «ernsthafte wirtschaftliche, gesundheitliche oder ökologische Schäden bewirken». Die Kantone sind deshalb gesetzlich verpflichtet, sie zu bekämpfen.

Damit hat der Kanton Zug vor zehn Jahren begonnen. Dabei konzentrierte er sich auf Schutzgebiete am Zugersee und im Zuger Reusstal sowie auf vier besonders problematische Arten: Die nordamerikanische Goldrute, das Drüsige Springkraut aus dem Himalaya, den Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus und den japanischen Staudenknöterich.

So sieht eine artenreiche Blumenwiese aus. (Bild: PD)

So sieht eine artenreiche Blumenwiese aus. (Bild: PD)

Zur Bekämpfung wurden grosse Neophytenvorkommen vor der Samenbildung maschinell gemäht, in kleinen riss man die Pflanzen von Hand aus. Damit habe man gute Erfolge, schreibt der Kanton. Nach und nach würden nun weitere Naturschutzgebiete einbezogen. Da der Aufwand auf den schon behandelten Flächen gleichzeitig kleiner werde, blieben Kosten und Arbeit «im Rahmen».

sda