Leserbrief

Teamteaching hätte eine Chance verdient

Zum Thema Unterrichten zu Hause

Heidy Müller, Cham
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Die Lehrpersonen, IT- Verantwortlichen, die Schulleitungen, Rektorate und alle, die zum Schulsystem gehören, leisten Ausserordentliches in dieser schwierigen Zeit. Dafür gehört ihnen unser grosser Dank.

Wie geht es aber weiter, wenn der Alltag einkehrt und die Schule ihre Tätigkeit wieder aufnimmt? Wie findet die Schule heraus, wer was gelernt hat in der Coronazeit, die wir hoffentlich mit einem blauen Auge überstehen?

Da hätte das Teamteaching in der Primarschule eine Chance verdient. Diese Erfahrung durfte ich während meiner 30-jährigen Schultätigkeit machen. Ich durfte mit meiner Stellenpartnerin die Klasse mit je ungefähr 150 Stellenprozenten führen, das heisst, wir durften die Verantwortung teilen. Einzel-, Kleingruppen-, Halbklassen oder die ganze Klasse mit Assistenz erlaubten uns, den Stand der Kinder herauszufinden und sie nach ihren individuellen Bedürfnissen zu unterstützen und zu fördern. Nie habe ich besser gewusst, wer wo steht und wer was braucht. Man durfte die Verantwortung teilen und das Beste geben für die Kinder. Leider dauerte diese Zeit nur ein Jahr. Ich hoffe, dass diese Art von Unterricht von den Bildungsverantwortlichen ohne Vorurteile geprüft wird für die Nach-Corona-Zeit.