Technologiecluster der V-Zug: Parkhaus der Zukunft in der Stadt Zug darf gebaut werden

Der Stadtrat erteilt dem Projekt «Mobility Hub Zug» eine Baubewilligung und beurteilt das Bauvorhaben als umweltfreundlich.

Tijana Nikolic
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Das «Mobility Hub Zug», ein umweltschonendes Parkhaus, wird ein wichtiger Bestandteil des Technologieclusters Zug werden.

Das «Mobility Hub Zug», ein umweltschonendes Parkhaus, wird ein wichtiger Bestandteil des Technologieclusters Zug werden.

Bild: PD

Die Arbeiten am Technologiecluster Zug sind in vollem Gange. Auf dem ehemaligen Areal der V-Zug an der Grenze zwischen der Stadt Zug und der Gemeinde Baar entsteht ein neues Industrie- und Wohnquartier. Ein wichtiger Teil des Tech Clusters Zug soll das Projekt «Mobility Hub Zug», ein nachhaltiges Parkhaus der Zukunft, werden. Nach einigen Monaten Verzögerung liegt dem Bau des von der V-Zug angepriesenen «Eingangstors zur Stadt» nichts mehr im Weg.

Das Projekt im zweiten Gebäude des Clusters hat letzte Woche die Baubewilligung des Stadtrats erhalten. Diese liegt zurzeit mit dem Umweltbericht öffentlich auf. «Wir haben sozusagen sehnsüchtig auf die Bewilligung gewartet. Ein Bauprojekt wird noch viel detaillierter begutachtet, bis es als umweltverträgliches Bauvorhaben eingestuft wird», sagt der CEO des Tech Clusters Zug AG, Beat Weiss. Ziel der V-Zug sei es, die Leute zum Umsteigen vom persönlichen Auto auf nachhaltigere Transportmittel zu bringen.

Geplant war, dass das «Mobility Hub Zug» mit rund 600 Parkplätzen bis Herbst 2021 fertig ist. Nun wird die Inbetriebnahme auf Frühling 2022 gesetzt. In den kommenden Tagen sollen der Abbruch des bestehenden Gebäudes und folgend die Aushebung der Schmutzwasserableitung beginnen. Die Produktionswerkstatt Fablab, die sich momentan im Gebäude befindet, bekommt auch im neuen Parkhaus einen Platz.

Projekt käme dem Stadtklima sehr zugute

Der Bau am nördlichen Ende des Betriebsgeländes liegt in unmittelbarer Nähe der Tangente Zug/Baar, die gegenwärtig realisiert wird. Das «Tor» meint eine dazugehörige Fussgängerbrücke, die über die Strasse zum Betriebsareal führen wird. «Die Brücke sollte bereits ab nächsten Sommer gebaut werden können», so Weiss. Das «Mobilitätsdrehkreuz» ist als Umsteigeort vom motorisierten Individualverkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel geplant. Von diesem Angebot soll vor allem das Personal der V-Zug, aber auch die Öffentlichkeit, profitieren. «Idealerweise parkiert man im Mobility Hub und fährt mit dem 3er- oder 4er-Bus, einem E-Bike oder einem E-Trottinett in die Stadt», sagt Weiss.

Im Spiel waren auch selbstfahrende Elektroshuttels in Zusammenarbeit mit der ZVB, SBB und dem Unternehmen Mobility, die nach einer Testphase eingestellt wurden. «Die Shuttels waren zu langsam für den Normalverkehr und stiessen bei Hindernissen an ihre Grenzen», erklärt Weiss. Theoretisch könnte das Parkhaus sogar nur elektrisch betriebene Autos aufnehmen: «Wir spielen mit dem Gedanken, eine E-Flotte für unser Personal anzuschaffen», verrät er.

Mit weniger Autos in der Stadt könnte man die freigewordenen Flächen begrünen, was dem Stadtklima zugutekäme. Im Sommer ist es durch den Asphalt und die mangelnde Luftzirkulation in den Städten oft heisser als auf dem Land. Aber auch Fussgänger können von der vom Auto nicht mehr benötigten Fläche profitieren.

Es wird auf den Wandel der Mobilität gesetzt

Das Technologiecluster, das bis 2035 oder 2045 entstehen soll, setzt auf den weltweiten dynamischen Wandel der Mobilität: Das Cluster entsteht in umweltfreundlicher Bauweise und mit nachhaltiger Energieversorgung. Der Bebauungsplan sieht die Erneuerung des 80000 Quadratmeter Werkareals der V-Zug vor. Zirka 1500 Industrie- und zwischen 2500 und 3700 Dienstleistungsarbeitsplätze sowie Wohnungen für 400 bis 600 Personen sollen in mehreren Etappen entstehen, heisst es von der Tech Cluster Zug AG. Nachhaltigkeit und preisgünstiges Wohnen seien wichtige Eckpfeiler des Grossprojekts.

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