TEILREVISION: Der Kanton kann Feuern im Freien verbieten

Der Kanton Zug will das Feuern im Freien neu regeln. Mit der Teilrevision des Gesetzes über Feuerschutz schlägt der Regierungsrat als zuständige Bewilligungsinstanz das Amt für Feuerschutz vor.

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Kinder pusten während eines Lagers in ein Feuer. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Kinder pusten während eines Lagers in ein Feuer. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Schutz des Menschen vor übermässigen Luftschadstoffen sowie der Schutz von Feld und Wald vor der Zerstörung vor Feuer erforderten im Einzelfall geeignete Massnahmen, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Dazu gehöre auch ein Feuerverbot im Freien während längeren Trockenperioden als vorbeugender Brandschutz.

Derzeit können Feuerverbote im Freien durch die Gemeinderäte verfügt und wieder aufgehoben werden. Die dezentrale Zuständigkeit erschwere eine rasche und einheitliche Handhabung, hält der Regierungsrat fest. Mit der Verschiebung der Zuständigkeit von den Gemeinden auf den Kanton könne dieser Mangel behoben werden.

Liberalisierungen beim Brandschutz
Das revidierte Feuerschutzgesetz sieht zudem verschiedene Liberalisierungen beim Brandschutz vor. So sollen die Bewilligungspflicht für Zentralheizungen und nicht zentral versorgte Holz-, Öl- und Gasöfen sowie die Unvereinbarkeit der Tätigkeit als Kaminfeger mit jener als Feuerschauer aufgehoben werden.

Über die Revision des Feuerschutzgesetzes wird der Kantonsrat in den nächsten Monaten entscheiden. Ziel sei, das revidierte Gesetz auf den 1. Januar 2009 in Kraft zu setzen, sagte Regierungsrat Beat Villiger auf Anfrage.

sda