Tempo 30 in Baar kaum mehr aufzuhalten

Das Verwaltungsgericht lehnt eine Beschwerde gegen die Langsamzonen in Baar ab. Ein Urteil, das die Einsprecher zähneknirschend akzeptieren.

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Dieses Zeichen wird wohl bald auf vielen Strassen in Baar zu sehen sein. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Dieses Zeichen wird wohl bald auf vielen Strassen in Baar zu sehen sein. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

«Dieses Urteil ist quasi eine Freikarte für den Gemeinderat», ärgert sich Daniel Abt. Er hat zusammen mit sieben Mitstreitern Beschwerde gegen die Einführung von Tempo 30 in einem grossen Gebiet nördlich der Linie Blickensdorferstrasse, Neugasse, Marktgasse, Langgasse und Lorze erhoben (wir berichteten). Nun hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde abgelehnt - und zwar deutlich. «Unsere Argumentation wurde in der Luft zerrissen», spricht Daniel Abt Klartext. Verständnis für die Begründungen der Zuger Richter hat er nicht. «Für mich ist vieles nicht nachvollziehbar», so Abt.

«Urteil ist ein Präjudiz»

Damit sind die Türen weit offen für Tempo 30 im gesamten Dorf, wie es der Gemeinderat plant. Er sieht die Einführung von verkehrsberuhigenden Massnahmen in vier weiteren Gebieten vor. Die vier Gesuche sind momentan zwar auf Eis gelegt, weil der Gemeinderat das Urteil des Verwaltungsgerichts abwarten wollte. Im Massnahmenplan ist die «flächige Einführung von Tempo-30-Zonen» aber als Ziel für dieses Jahr aufgeführt. Allfällige Einsprecher gegen eine der weiteren Tempo-30-Zonen hätten es nun aber schwer, glaubt Daniel Abt. «Das Urteil ist ein Präjudiz.»

Silvan Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.