Stadt Zug: Tempo 30 ja, aber nicht überall

Der Zuger Kantonsrat behandelte ein Postulat der SVP-Kantonsfraktion zur Einführung von Tempo 30 auf der Grabenstrasse, der Neugasse und der Ägeristrasse rund um den Kolinplatz. 

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Der Knoten Kolinplatz. (Bild: Maria Schmid (Zug, 21. Februar 2019))

Der Knoten Kolinplatz. (Bild: Maria Schmid (Zug, 21. Februar 2019))

(haz) Der Verkehr in der Stadt Zug scheint eine heilige Kuh zu sein. Mindestens, wenn er sich mit Tempo 30 durch den Knoten Grabenstrasse-Neugasse-Ägeristrasse bewegen soll. Die Wogen gingen entsprechend hoch, als die kantonale Baudirektion im September des letzten Jahres verfügte, dass an der Grabenstrasse, der Ägeristrasse und in der Neugasse Tempo 30 eingeführt werde. Das hat auch die SVP-Kantonsratsfraktion auf den Plan gerufen, die sich mit einem Postulat gegen diese Einführung wendet. Zwar wurde das Postulat nicht als Ganzes erheblich erklärt. Aber die bundesgerichtlich angemahnte Temporeduktion auf der Grabenstrasse bleibt vorderhand unangetastet. Das Postulat wurde teilerheblich erklärt. Von der Temporeduktion ausgenommen werden sollen die Ägeristrasse und die Neugasse, wie die FDP-Fraktion vorschlug.

Es handle sich bei den drei Strassen einerseits um Hauptverkehrsachsen und andererseits um Kantonsstrassen. Der Kanton habe also das Sagen, erklärte Hubert Schuler (SP/Hünenberg). Baudirektor Florian Weber erklärte, der Kanton hätte einerseits das Urteil in der Grabenstrasse umzusetzen, gleichzeitig auch die Möglichkeit gesehen, die Unfallschwerpunkte Kolinplatz und Kreuzung Zugerbergstrasse zu entschärfen.