Tempo 80 bringt viele auf Hundertachtzig

Kaum ist die Autobahn A4 zwischen Blegi und Rütihof für den Verkehr eröffnet, gibts Ärger. Viele Autofahrer sehen nicht ein, warum sie ein weiteres halbes Jahr dahinschleichen sollen.

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Bis Ende Jahr stehen zwischen den Verzweigungen Blegi (im Bild) und Rütihof noch verschiedene Arbeiten an. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Bis Ende Jahr stehen zwischen den Verzweigungen Blegi (im Bild) und Rütihof noch verschiedene Arbeiten an. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Seit vergangenem Wochenende ist die auf sechs Spuren verbreiterte Autobahn A4 nach zwei Jahren Bauzeit zwischen Rütihof und Blegi wieder für den Verkehr frei – und nun dürfen Fahrzeuge bis Ende des Jahres langsamer fahren als vor dem Ausbau. Wer soll das verstehen? Da kocht die Autofahrerseele und bringt so manchen sprichwörtlich auf 180. Dabei stellt ein Automobilist aus Beckenried «täglich fest, dass sich nur wenige an diese Geschwindigkeit halten. Mit dem Tempomat auf 85 Stundenkilometer gestellt morgens in Richtung Zug komme ich mir sogar als Verkehrshindernis vor. In den Einfahrtsbereichen werde ich regelmässig rechts überholt», so der Autofahrer.

Offiziell wird diese Geschwindigkeitsbeschränkung vom Bundesamt für Strassen (Astra) mit noch laufenden Arbeiten auf der A4 auf besagtem 5,2 Kilometer langen Abschnitt sowie mit dem Schutz der Bauarbeiter begründet. «Der gesamte Pannenstreifen gilt ja nach wie vor als Baustellenbereich», erklärt Esther Widmer, Astra-Mediensprecherin. «Solange es auf einer Autobahn noch eine Baustelle gibt, müssen wir vom Gesetz her Tempo 80 verordnen – das geht gar nicht anders.» 

Wolfgang Holz

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