Leserbrief
Tempolimite im Weiler Breitfeld soll nicht fallen

«Trotz höherer Messergebnisse soll das Tempolimit nicht fallen», Ausgabe vom 4. Juni

Merken
Drucken
Teilen

Die Rischer Kantonsräte aller Parteien haben sich mit einem Postulat für eine Tempolimite von 60 Stundenkilometern eingesetzt. Der Rischer Gemeinderat und die Postauto AG haben den Vorstoss ebenfalls unterstützt. Dennoch sieht die Regierung offenbar keinen Anlass für eine Temporeduktion. Gemäss Regierungsratsbeschluss bleibt die Höchstgeschwindigkeit im Weiler Breitfeld weiterhin bei Tempo 80 bestehen und damit auch die Gefahrensituation, insbesondere nach der unübersichtlichen Kurve. Die Rischer Kantonsräte, die Gemeindebehörden und die Postauto AG haben im Sinne der Sicherheit die vielen Gefahren erkannt und nach ihren Möglichkeiten gehandelt. Ihnen gebührt ein aufrichtiges Dankeschön.

Auch der Biohof Breiten hat bereits vor einigen Jahren einen Beitrag für die Verkehrssicherheit geleistet und eine Nutztierunterführung bei der Kantonsstrasse erstellen lassen, um den täglichen Stau beim Viehtrieb auf der Hauptstrasse mit Höchstgeschwindigkeit 80 Kilometerstunden zu eliminieren. Sämtliche damit verbundenen Kosten sind zu 100 Prozent selber finanziert worden. Damit wurde auf privater Basis bereits eine Investition für die Sicherheit der Nutztiere (Wasserbüffel) und den Verkehrsfluss geleistet.

Bereits das 2007 erstellte Rechtsgutachten hätte die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 60 zugelassen. Seit dieser Zeit hat der Individualverkehr stark zugenommen. Ebenfalls wurde in dieser Zeit immer wieder mit Landflächen Hand geboten, damit die Radien für die Postauto-Haltestellen gebaut werden konnten. Wir betrachten die Entscheidung des Regierungsrates als eine schallende Ohrfeige, nicht zuletzt auch an den Langsamverkehr. Alle Spaziergänger, Wandernde aller Altersgruppen, Schulklassen, die das Naherholungsgebiet Breitfeld als Ausgangsort oder Etappenziel planen, müssen die Hauptstrasse unter grossen Gefahren bei Höchstgeschwindigkeit Tempo 80 überqueren. Das Restaurant Breitfeld und die nahe gelegenen Wanderwege führen zu einem verhältnismässig grossen Fussgängeraufkommen. Die Fahrradfahrenden benützen grösstenteils das Trottoir, um den Gefahren auszuweichen, und die Fussgänger wissen nicht, wo sie die Strasse sicher überqueren können, wenn die Motorfahrzeuge mit 80 Stundenkilometern heranbrausen. Die Regierung stellt eine Verbesserung für die Überquerung der Strasse in etwa zehn Jahren in Aussicht. Wasserbüffel sollte man sein!

Alfred Knüsel, Rotkreuz