Testkäufe: Mehrheit hält sich an Vorschriften

In fünf Zuger Gemeinden sind Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt worden. Die Auswertung ergibt ein erfreuliches Resultat.

Andreas Faessler
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Alkohol- und Tabaktestkäufe: Der Kanton Zug schneidet gut ab. (Bild: PD)

Alkohol- und Tabaktestkäufe: Der Kanton Zug schneidet gut ab. (Bild: PD)

Die Gemeinden Baar, Cham, Hünenberg, Menzingen und Neuheim haben in Kooperation mit dem Amt für Gesundheit und dem Blauen Kreuz in den letzten acht Monaten Testkäufe im Bereich Alkohol und Tabak durchgeführt, wie die Gesundheitsdirektoin des Kantons Zug mitteilt. Mit diesem Mittel wird die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen erfasst und das Verkaufspersonal sensibilisiert. Es soll selbstverständlich werden, dass nach dem Ausweis gefragt wird, wenn junge Menschen Alkohol oder Tabakwaren kaufen wollen.

Gemäss Gesetzgebung dürfen keine Alkoholprodukte an unter 16-Jährige und keine Tabakwaren und Spirituosen an unter 18-Jährige abgegeben werden. Um die Einhaltung dieser Vorgaben zu überprüfen, sind Testkäufe ein gutes Instrument. Die Testkäufe haben keine strafrechtlichen Konsequenzen zur Folge. Alle kontrollierten Verkaufsstellen werden jedoch nach erfolgtem Testkauf mündlich und schriftlich über das Ergebnis informiert. Ziel ist es, die Verfügbarkeit von Alkohol und Tabak für Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahren so weit wie möglich einzuschränken. Um den Effekt der Testkäufe zu überprüfen, werden diese jeweils in zwei Serien durchgeführt.

Die Ergebnisse der Testkäufe im Kanton Zug sind gemäss Gesundheitsdirektion zufriedenstellend: Bei den 26 durchgeführten Alkoholtestkäufen gab es in der ersten Testserie lediglich 4 Fehlverkäufe (17 Prozent). Alle fehlbaren Verkaufsstellen haben in der zweiten Serie keinen Alkohol mehr verkauft. 83 Prozent der getesteten Verkaufsstellen haben die gesetzlichen Bestimmungen von Beginn an eingehalten. Im Vergleich zu den national durchgeführten Alkoholtestkäufen des Blauen Kreuzes, mit einer Fehlverkaufsquote von 26 Prozent, haben die fünf Gemeinden im Kanton Zug deutlich besser abgeschnitten.

Bei den Tabakfehlkäufen liegen die fünf Zuger Gemeinden genau auf der Höhe des nationalen Durchschnitts: bei 19 Prozent. Von den 25 getesteten Verkaufsstellen kam es bei 3 Stellen zu Fehlverkäufen, 81 Prozent der getesteten Verkaufsstellen haben die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten. Auch hier haben alle fehlbaren Verkaufsstellen in der zweiten Serie keine Tabakprodukte mehr verkauft.