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Leserbrief

Teure und sinnlose Gutachten

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 25. November über die Änderung des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) (Gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten).

Bevor Geld ausgegeben werden kann, muss es erwirtschaftet werden. Das gilt auch für Sozialversicherungen, welche über die Steuergelder und Abgaben finanziert werden.

Ich bin alles andere als eine Sozialromantikerin mit ausgeprägtem Helfersyndrom und verurteile jeglichen Versicherungsbetrug. Während Jahren habe ich mit und für Menschen gearbeitet, welche nicht auf der Sonnenseite des Lebens standen. Nach der 6. IV-Revision war es mir praktisch nie mehr möglich auch für ganz offensichtliche und zweifelsfreie Fälle mit Recht auf eine IV-Rente, einen entsprechenden Antrag auf Anhieb durchzubringen.

Wenn nach zermürbenden, und ich übertreibe nicht, wenn ich hier schreibe jahre-bis jahrzehntelangen Abklärungen dann doch endlich eine Rente gesprochen wurde, waren die Menschen nicht mehr nur körperlich, sondern auch psychisch krank.

Wie teuer diese sinnlosen und oft oberflächlichen Gutachten und Vertrauensarztvisiten waren, welche sich über Jahre hinzogen, um Arztberichte von Spezialisten und Hausärzten zu widerlegen, weiss niemand. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob die Versicherer je für ihre Fehlentscheide, Trödelei und die Plackerei des Versicherungsnehmers jemals bestraft wurden. Die Machtlosigkeit eines Einzelnen gegenüber den Versicherungen, das Ungleichgewicht bezüglich Ressourcen (Anwälte, finanzielle Mittel etc.) ist eklatant ungerecht.

Und genau deshalb will ich nicht, dass den Versicherungen noch mehr Macht durch das Einsetzen von Versicherungsspionen zugestanden wird. Daher: Nein, zur gesetzlichen Grundlage für die Überwachung von Versicherten.

Marianne Stutz, Buonas

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