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THEATER: Streit wegen eines verrückten Hahns

Der Hahn Kolumbus kräht lauthals um Mitternacht. Eine Nachbarin schaltet daraufhin einen Tierpsychologen und den Bezirksrichter ein: Das Stück «Güggel-Chrieg» der Theatergruppe Neuheim bietet beste Unterhaltung.
Martin Mühlebach
Im Stück «Güggel-Chrieg» geht es ordentlich zur Sache. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 25. November 2017))

Im Stück «Güggel-Chrieg» geht es ordentlich zur Sache. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 25. November 2017))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

«Güggel-Chrieg» heisst das Stück, das die Theatergruppe Neuheim am Samstagabend in der Lindenhalle aufführte. Bemerkenswert ist, dass sie das ganze Stück ohne die Hilfe eines ­Regisseurs oder einer Regisseurin eingeübt haben. «Was wäre anders, wenn unser ‹Güggel-Chrieg› unter der Leitung eines Regisseurs oder einer Regisseurin eingeübt worden wäre?», antwortet Margrit Langenegger, die seit rund 30 Jahren auf der Bühne steht, aber diesmal eine Pause einlegt auf die entsprechende Frage. Die Antwort würde wohl lauten: «Nichts.»

Zum Inhalt: Ehen und Liebschaften drohen zu platzen. Und dies alles, weil der Hahn Kolumbus von Hedi Klopfer (Bernadette Limacher) immer um Mitternacht lauthals kräht. Die Nachbarin Anna Moosbrugger (Conny Hotz) klagt, weil sie deshalb nicht mehr ruhig schlafen kann. Dabei hat der «Güggellärm» auch etwas Gutes an sich: Er treibt die jungen Liebespaare nach Hause. Hedi Klopfer ahnt nichts von den Liebschaften ihrer Töchter Christa (Virginia Trapasso) und Vroni (Sabrina Berri) mit dem Dorfpolizisten Thomas Würmli (Beat Rölli) und Franz Moosbrugger (Thomas Bättig). Marilie (Sabrina ­Luche), die jüngste der drei Geschwister, würde ihrer Mutter gerne verraten, was Christa und Vroni so treiben. Aber Marilie wird mit happigen Drohungen daran gehindert.

Der Streit eskaliert

Da die souverän auftretende Hedi Klopfer nicht im Traum daran denkt, sich von ihrem Kolumbus zu trennen, eskaliert der Nachbarstreit. Anna Moosbrugger klagt die «Klopferi» wegen Nachtruhestörung ein. Sogar der Tierschutz wird eingeschaltet, da eine Entzugserscheinung des ­allein lebenden Kolumbus der Grund seines nächtlichen Geschreis sei. Als Xaver Moosbrugger (Walter Hartmann) von seiner Angetrauten keine Omelette bekommt, weil diese zu sehr unter dem Krähen leidet, geht er zur Nachbarin. Das ist für Anna zu viel: Sie will die Scheidung einreichen. Der leidgeplagte Xaver muss von nun an im Stall bei Kolumbus übernachten. Und auch die Liebschaften der Klopfer-Töchter drohen ob dem «Güggel-Chrieg» in die Brüche zu gehen.

Ein verliebter Tierpsychologe

Als der Tierpsychologe Markus Kneifer (Dominik Grosser) eintrifft, geschieht, was zu erahnen ist – er verliebt sich in Marilie Klopfer. Kneifer stellt eine verblüffende Diagnose, die auch den Bezirksrichter Von Allmen (Reto Wäger) überrascht. Rettet Kneifers Diagnose das Leben des Kolumbus? Werden Anna Moosbrugger und Hedi Klopfer wieder Frieden schliessen? Haben die Liebschaften der Klopfer-Töchter wieder eine Chance? Diese Fragen werden erst am Schluss des witzigen Bauernschwanks in drei Akten von Ulla Kling beantwortet. Sämtliche Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe Neuheim verkörpern ihre Rollen hervorragend. Überzeugt hat auch das Duo Amigos, das die zwei Pausen mit zum Ambiente passenden Klängen überbrückte.

Hinweis

Nächste Aufführungen: 29. November und 2. Dezember. Infos: www.theatergruppe-neuheim.ch

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