Leserbrief

Tiefere Gebühren und Steuern

«Finanzspritze für Betriebe im Ägerital», Ausgabe vom 11. Juli

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Gemäss «Zuger Zeitung» reichen die Ortsparteien der FDP im Ägerital eine Petition zur Unterstützung der Gewerbebetriebe ein. Dass von der Gemeinde teilfinanzierte Gutscheine in Umlauf gebracht werden, kann tatsächlich den lokalen Konsum stärken. Das Problem einer vom Steuerzahler finanzierten «Finanzspritze» für das Gewerbe ist, dass gleichzeitig Benachteiligungen geschaffen werden. Es sind ja nicht nur die Gewerbebetriebe, die unter den aktuellen Umständen finanzielle Einbussen tragen müssen. Es gibt Tausende Arbeitnehmer aus diversen Branchen, die Lohneinbussen erfahren, ja zum Teil sogar ihre Stelle verlieren.

Bund und Kantone pumpen bereits Milliarden von Steuergeldern in die Wirtschaft. Es ist nicht zielführend, wenn nun die Gemeinden auch noch Steuergelder verteilen. Es wäre vor allem nicht fair, das Geld einseitig an die Gewerbebetriebe zu verteilen. Was es jetzt braucht, ist die Unterstützung aller an der Wirtschaft beteiligten Partner. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer. Dies erreichen wir nur, wenn wir radikal umdenken. Wir dürfen nicht Steuergelder in den einen oder anderen Wirtschaftszweig pumpen, wir müssen die Wirtschaft, die Gewerbebetriebe und die Arbeitnehmer gleichermassen entlasten. Das heisst: tiefere Gebühren, weniger Bürokratie und tiefere Steuern. Weg mit den unnötigen Belastungen, hin zur Entlastung von allen. So fördern wir den Konsum und den Wirtschaftsstandort nachhaltig und verhindern eine ungleiche Verteilung aus dem Honigtopf.

Thomas Werner, Kantonsrat SVP, Unterägeri