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Leserbrief

Trotti-Hype in Zug: Ein ökologisch fragwürdiger Trend

«E-Trottinetts sorgen für ersten Unmut», Ausgabe vom 29. August

Circ, Bird, Tier und wie sie alle heissen. Diese E-Scooter überschwemmen zurzeit die Schweizer Städte. Sie stehen überall wild herum, auf Trottoirs, auf Plätzen, an Bahnhöfen, an See- und Flussufern, auf Feldwegen und sogar auf privatem Grund. Ihre Nutzer sehen das Angebot als bequeme Ergänzung zum ÖV. Was aber taugen diese Leih-Trottinette wirklich? Dem Vernehmen nach stehen die Geräte ausgerechnet spätabends, wenn das Partyvolk nach Hause will, nicht zur Verfügung. Dann sammeln die Anbieter die Trottis ein, reparieren sie und laden die Akkus wieder auf. Regelmässig sind einige Vehikel nicht mehr auffindbar oder müssen aus dem Wasser gefischt werden. Und wie sieht die Ökobilanz aus? Die Elektro-Flitzer haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 4 bis 6 Wochen. Ihre Leistung erreicht kaum 300 km. Danach haben sie ausgedient, verschwinden vom Radar und werden durch neue Geräte ersetzt. Was übrig bleibt, ist Schrott. Schon daraus lässt sich auf eine miserable Ökobilanz schliessen.

Wir leben in einem Kanton, wo beinahe jeder Winkel im Viertelstundentakt erreichbar ist. Nur wenige Berg- und Hügelgebiete sind auf das Auto angewiesen. Dort bringen auch die Scooter keinen Vorteil. Mobilität in Ehren. Aber steht die öffentliche Hand nicht auch in der Pflicht, gelegentlich Grenzen zu setzen? Oder anders gesagt: Haben es die Zuger Gemeinden wirklich nötig, diese ökologische Dummheit mitzumachen? Ich bin irritiert.

Georges Moos, Cham

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