Trotz Saisonabbruch: Der EVZ verzeichnet einen kleinen Gewinn

Unter Vorbehalt der Genehmigung durch die jeweiligen Generalversammlungen resultiert in der EVZ Holding AG ein Gewinn von rund 23'000 Franken.

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(haz) Im Geschäftsjahr 2019/20 erreichte die EVZ Gruppe ein Umsatztotal von 32‘174‘892 Franken und damit abermals eine Steigerung von beinahe 1 Million gegenüber dem Vorjahr, dies trotz Corona und damit ohne Playoffs, wie die Medienstelle des EVZ meldet. Die Umsatzsteigerung war ausserordentlich und vor allem auch durch die gastronomischen Aktivitäten der« Blueline Catering & Events» im Rahmen des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest im August 2019 begründet. Die durch Corona bedingten Mindereinnahmen gegenüber der Budgetbasis betrugen rund 1,6 MillionenFranken, dies kurz vor Abschluss des Geschäftsjahres und sind nicht mehr kompensierbar – trotzdem erzielte die EVZ-Gruppe einen Gewinn von 29‘108 Franken, wie es in der Medienmitteilung heisst.

Patrick Lengwiler, CEO des EVZ.

Patrick Lengwiler, CEO des EVZ.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Mai 2020)

Patrick Lengwiler, CEO des EVZ: «Diese Zahlen in Kombination mit den unverschuldeten Umständen manifestieren die hervorragende und konsequente Arbeit, welche im und rund um den EVZ geleistet wird. Ich möchte mich bei unseren Sponsoren, Partnern, Gönnern, Fans, Zuschauern und Kunden für ihre Unterstützung bedanken. Es gilt hierbei aber auch festzuhalten, was dem EVZ finanziell entgangen ist. Ohne Corona hätte der EVZ das bei weitem beste Geschäftsergebnis seit Gründung erzielt, mit einem guten Abschneiden in den Playoffs hätte sich das Ergebnis nochmals stark verbessert. Der erzielte Gewinn hätte die Arbeit der Mitarbeiter, des Umfelds gewürdigt und die wirtschaftliche Denkweise der Unternehmung untermauert.»

Gewinne selber erwirtschaftet

«Kein Mäzenatentum hat hierzu geführt, sondern harte, ehrliche und erfolgreiche Arbeit im gesamten Klubumfeld», so Lengwiler weiter. «Der finanzielle Gewinn wäre in die Zukunft investiert worden und hier stehen wegweisende Projekte an. Nun dem war nicht so. Ungeplant hat die erfolgreiche Arbeit dazu geführt, dass der EVZ trotz der sehr schwierigen Lage nach wie vor sehr gesund dasteht. Dies ist aktuell mehr wert denn je, wenn gleichwohl die wichtigen Projekte der Zukunft neue und zusätzliche Herausforderungen bedeuten.»

Die Eigenkapitalquote auf der Stufe der EVZ-Gruppe beträgt 65 Prozent und unterstreicht damit das solide wirtschaftliche Fundament des EVZ. VR-Präsident Hans-Peter Strebel unterstützt hierbei im Rahmen einer Startfinanzierung bis 2020 das Farmteam «EVZ Academy» und damit die Förderung von jungen Athleten. Mit Ausnahme dieser Startfinanzierung wird der EVZ nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt. CEO Patrick Lengwiler führt aus: «Ja, wir sind gesund, blicken aber mit grossen Sorgen in die Zukunft. In finanzieller Hinsicht ist jetzt schon klar, dass wir aufgrund von coronabedingten Einnahmeausfällen und höheren Aufwänden mit einem markanten Verlust rechnen müssen und deshalb in allen Bereichen nicht um schmerzhafte Einsparungen herumkommen werden.»

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