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Oberägeri: Trychlen-Klänge für einmal im Frühling

Rund 40 Gruppen aus der ganzen Schweiz nehmen am Umzug des ersten Zuger Kantonalen Trychlertreffens vom 4. Mai teil. Zusätzlich organisieren die Ägeri Bärgtrychler eine Brauchtumsausstellung und ein grosses Fest in der Maienmatt.
Carmen Rogenmoser
Traditionsgemäss sind die Trychler beim Chlauseslä in Oberägeri unterwegs. (Bild: Werner Schelbert, Oberägeri, 5. Dezember 2015)

Traditionsgemäss sind die Trychler beim Chlauseslä in Oberägeri unterwegs. (Bild: Werner Schelbert, Oberägeri, 5. Dezember 2015)

Von weither ist der blecherne, scheppernde Klang jeweils schon zu hören. Er lässt die Herzen der Ägerer Kinder höher schlagen. Denn die Chlausrotten, ausgerüstet mit ebendiesen grossen Trycheln, begleiten den Samichlaus Anfang Dezember von Haus zu Haus. Unterstützt werden sie vom lauten Knallen der Geisseln. In diesem Jahr aber wird das Dröhnen bereits im Frühling über dem Ägerital ertönen. Die Ägeri Bärgtrychler, ein Verein, den es seit 2014 gibt, organisiert das erste Zuger Kantonale Trychlertreffen. Dieses findet am Samstag, 4. Mai, statt. Neben einer Brauchtumsausstellung in der Mehrzweckhalle Maienmatt ist auch ein grosser Umzug geplant (siehe Box).

«Es geht darum, Tradition und Kultur zu vermitteln», erklärt Daniel Staub, Präsident der Ägeri Bärgtrychler, die Idee hinter dem grossen Fest. Bereits hat der Verein kleinere Trychlerfeste organisiert.

«Wir fanden, dass es nun an der Zeit ist, den Grundstein für ein Kantonales Treffen zu setzen.»

Ziehe man das Chlauseslä mit ein, habe Oberägeri eine lange Trychlertradition und sei daher der ideale Startpunkt. «Es wäre schön, wenn wir den Anlass anschliessend anderen Trychlervereinen im Kanton Zug weitergeben können.» Interessierte Vereine sollen sich direkt bei den Ägeri Bärgtrychlern melden, so Staub.

Das Festprogramm

Das Zuger Kantonale Trychlertreffen vom Samstag, 4. Mai, beginnt um 11 Uhr mit der Brauchtumsausstellung in der Maienmatt. Auf dem Programm stehen etwa Bauernmarktstände, Kinderattraktionen und Wettbewerbe wie Burdeliträge. Zudem erfährt man einiges über das lokale Brauchtum wie das Chlauseslä, die Iffelen oder das Engelä. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Um 13.40 sowie um 15.40 Uhr tritt die Kindertrachtentanzgruppe Hirzler Spatzen auf, um 15 Uhr hat «Nötzli mit dä Chlötzli» einen Auftritt. In den Pausen sorgt der Schwyzerörgeli-Klub Ägerispass für Unterhaltung. Um 17 Uhr findet der grosse Umzug mit 40 Gruppen statt. Start ist der Parkplatz beim Seeplatz, via Fischmatt- und Mitteldorfstrasse geht es über den Dorfplatz bis zum Pfarreizentrum Hofstettli. Anschliessend wird in der Maienmatt der Festbetrieb eröffnet. In der Kaffeestube spielt das Ländlertrio Napfgruess auf, im Festsaal unterhalten Chuelee. Es gibt eine Bar und eine Tombola. Ab Mitternacht wird im Ägerital und Sattel ein Shuttlebusbetrieb angeboten. Weitere Informationen finden Sie unter www.baergtrychler.ch

Für ihn hat das Holzjoch mit den beiden schweren Trychlen schon lange eine besondere Bedeutung. Ihn fasziniere das Brauchtum, die Tradition, die urchigen Klänge und auch die Kollegialität in der Gruppe, erklärt Daniel Staub. «Jeder Auftritt schafft gemeinsame Erlebnisse.» Die 23 Mitglieder des Vereins setzen sich hauptsächlich aus den lokalen Chlausgesellschaften zusammen. «Die meisten wurden schon von Kindsbeinen an mit dem Trychle- und Geisslächlöpfe-Virus angesteckt», so der Präsident.

Teilnehmer von Graubünden bis Bern

Am Umzug in Oberägeri werden die Bärgtrychler aber fehlen. Zu viel gibt die Organisation zu tun. Stattdessen werden Gruppen aus der ganzen Schweiz zu sehen sein.

«Wir hatten sehr viele Anmeldungen, auch von Gruppen, die wir bisher noch nicht kannten.»

Neben Trychlern hat man auch die Gelegenheit, Trachtengruppen und Fahnenschwinger zu bewundern. Wie viele Besucher der Anlass anlocken wird, sei sehr schwer zu sagen, meint Staub. Dank grosszügiger Sponsoren könne sowohl der Ausstellung wie auch dem Umzug kostenlos beigewohnt werden. Für das Fest am Abend wird eine kleine Eintrittsgebühr verlangt. Auf Unterstützung einer anderen Art aber sind die Organisatoren noch angewiesen: freiwillige Helfer. Interessierte können sich über die Website melden.

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