TUBERKULOSE: Mütter sind verunsichert

Nachdem sie sich bei einer Mitschülerin mit dem Tuberkulose-Bakterium ansteckten, schlucken rund 20 Kinder seit Monaten Antibiotika. Das lässt Fragen aufkommen.

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Die betroffene Schule in Baar. (Bild Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die betroffene Schule in Baar. (Bild Werner Schelbert / Neue ZZ)

«Es belastet mich schon, dass mein Kind neun Monate lang Antibiotika schlucken muss», sagt eine der beiden verunsicherten Mütter aus Baar. Ihre 13-jährige Tochter ist eine der rund 20 Schülerinnen und Schüler, die sich in Baar bei einer Klassenkameradin mit dem Tuberkulose-Bakterium ansteckten. Damit die Krankheit bei den Jugendlichen nicht ausbricht, haben Ärzte und Gesundheitsbehörden ihnen eine Antibiotika-Therapie verabreicht - um sicherzustellen, dass hinterher alle wieder ganz gesund sind.

Die beiden Mütter machen sich Sorgen, wie es um die Gesundheit ihrer Sprösslinge steht, wenn die neun Monate vorbei sind: Sind unsere Kinder später womöglich resistent gegenüber anderen Antibiotika? Wie anfällig sind sie jetzt in der Grippezeit für neue Infektionen? Und: Welche Konsequenzen ziehen die Gesundheitsbehörden aus den Tuberkulose-Fällen in Sachen Prävention?

Kantonsarzt Rudolf Hauri kann die Sorgen der Mütter verstehen und weiss gleichzeitig zu beruhigen. Die Massnahme, den Infizierten eine neun Monate lange Antibiotikum-Therapie zu verordnen, sei «eine sehr hohe Vorsichtsmassnahme».

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.