U-20-KOLUMNE
Fliegende Autos

In unserer U-20-Kolumne schreibt Kathrin Odolo (17) darüber, wie sie sich die Zukunft vorstellt

Kathrin Odolo (17), Zug
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Kathrin Odolo

Kathrin Odolo

«Du wirst noch fliegende Autos erleben», meinte eine ältere Dame, mit der ich kürzlich im Gespräch war. Doch wie lange wird das noch dauern? Vor einigen Jahrzehnten hätten wir gesagt: Das ist 2020 Realität. Jedoch haben wir immer noch keine fliegenden Autos und sind Mitten in einer Pandemie.

1969 waren zum ersten Mal Menschen auf dem Mond. Millionen von anderen Menschen schauten gebannt diesem Ereignis zu. Es überrascht nicht, dass danach oft von Fahrten auf dem Mars und Siedlungen auf dem Mond geträumt wurde. Schliesslich hatte die Menschheit wortwörtlich einen grossen Schritt gemacht. In den folgenden Jahren sind weitere Raketen auf dem Mond gelandet. Jedoch ist es bald 50 Jahre her, seitdem Menschen auf dem Mond waren.

Wenn ich mir die Zukunft vorstelle, denke ich an eine futuristische Grossstadt, die klimaneutral lebt mit fliegenden Autos und Wolkenkratzern. Von einer solchen Zukunft träumen viele. Doch viele fürchten sich auch vor der sich rasant entwickelnden Technologie. Einige falsche Einstellungen – und die Welt würde wie die Dystopie in einem Science-Fiction-Film aussehen.

Des Weiteren stellt sich die Frage, ob die Grossstädte der Zukunft wirklich Realität werden können. Denn momentan bräuchte es dafür zu viele Veränderungen, für die unserer Gesellschaft noch nicht bereit ist. Technologie kann sich erst dann weiterentwickeln, wenn die Gesellschaft bereit ist, die neuen Erfindungen zu akzeptieren. Die Weiterentwicklung der Technologie hängt von zwei Dingen ab: der Forschung und der Gesellschaft. Oft heissen wir die neuen Entdeckungen willkommen und fangen sofort an, von noch Grösserem zu träumen. So war es bei der ersten Mondlandung, doch nach dem Scheitern von Apollo 13 fing man an, die Missionen zu hinterfragen. So wird dies auch bei den fliegenden Autos sein: ein Mix aus Freude und Respekt.

Denn technologischer Fortschritt kommt nicht ohne Veränderung und diese kann im ersten Moment ziemlich abschrecken.

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