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Stadt Zug: Über 600 Unterschriften für die Betreuung

Nach den Sommerferien gibt es im Herti nicht für jeden Schüler, der sich für die Freizeitbetreuung angemeldet hat, einen Platz. Eine Petition fordert den Stadtrat auf, schnell eine Lösung zu finden. Für die betroffenen Eltern ist das Problem akut.
Andrea Muff

Heute beginnen die grossen Schulferien im Kanton Zug. Und gerade in diese Zeit flattern die Bescheide ins Haus, ob das eigene Kind auch im neuen Schuljahr einen Platz am Mittagstisch, in der Nachmittags- oder Freizeitbetreuung hat. Denn diese Plätze sind rar – vor allem im Gebiet Herti in der Stadt Zug.

Dies veranlasste Eliane Birchmeier, FDP-Stadtratskandidatin und Alexandra Beeler, eine betroffene Mutter, dazu, Unterschriften für eine Petition zu sammeln. Die Petition fordert den Zuger Stadtrat auf, schnell zusätzliche Plätze in der Freizeitbetreuung Herti zu schaffen. Die Petition mit über 600 Unterschriften wurde gestern CSP-Stadträtin Vroni Straub, Vorsteherin Bildungsdepartement, übergeben.

«Bis zu 50 Kinder finden im neuen Schuljahr alleine in der Herti für den Mittagstisch und die Nachmittagsbetreuung keinen Platz», schreiben die Petitionäre. Das Problem sei akut. Vroni Straub nahm die Unterschriften gerne entgegen: «Sie rennen offene Türen ein», sagte sie zu den Anwesenden vor der Stadtverwaltung. «Eine solche Petition gibt mir Rückenwind im Parlament, wenn es darum geht, mehr finanzielle Mittel für die schulergänzende Betreuung zu generieren», so die Stadträtin weiter.

Eltern-Lehrergruppe Herti unterstützt die Petition

Die betroffenen Eltern nutzten das Treffen mit Vroni Straub am Freitagmorgen dazu, ihrem Unmut kundzutun: «Es gleicht einer Lotterie, wer einen Platz bekommt und wer nicht», sagte eine Betroffene. Auch könne man den Job nicht wieder in so einer kurzen Zeit kündigen. «Es besteht auch die Bereitschaft mehr für das Angebot zu bezahlen», sagte Marilena Amato Mengis von der Eltern-Lehrergruppe Herti, welche die Petition ebenfalls unterstützt.

Laut Vroni Straub gibt es im Herti 90 Plätze für den Mittagstisch und 72 Plätze für die Nachmittagsbetreuung. In der Stadt Zug zahlen die Eltern einen Pauschalbetrag, der nicht einkommensabhängig ist. Momentan laufe die Bereinigung der Anmeldeliste: «Das ist eine knifflige Sache. Die Mitarbeiterinnen der Abteilung Kind Jugend Familie führen Gespräche mit jeder Familie», erklärte Vroni Straub auf Nachfrage. Daher könne sie die Zahl von 50 fehlenden Plätzen so noch nicht bestätigen. Zudem: «Im Herti hat es nicht signifikant mehr Schüler, aber die Nachfrage für die Freizeitbetreuung hat bedeutend zugenommen», so die Departementsvorsteherin. «Das zeigt auch, dass wir ein gutes Angebot haben.»

Schule und Betreuung in einem Satz

Vroni Straub versicherte den Petitionären, dass die Stadt daran sei, Gespräche mit der Korporation, der Kirche oder mit den Verantwortlichen der Gewürzmühle zu führen, um einen weiteren Mittagstisch bereitzustellen. Die Stadt habe keine eigenen Räume für das Angebot. «Wir können nicht einfach Festbänke aufstellen. Wir müssen auch gesetzliche Auflagen erfüllen», erklärte Straub weiter. Sie machte weiter auf die gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam, dass heute die Wörter Schule und Betreuung in einem Satz genannt werden. «Wir bewegen uns definitiv Richtung Tagesschule.»

Die Stadträtin erwähnte zudem, dass es sich bei der Freizeitbetreuung um ein freiwilliges Angebot der Stadt handle. «Die gesellschaftliche Veränderung holt uns ein und man muss sich auch die Frage stellen, ob es sich generell um eine staatliche Aufgabe handelt, dass jedes Kind ein Platz in der Freizeitbetreuung haben soll.» Vor allem von bürgerlicher Seite gebe es im Grossen Gemeinderat oft Gegenwind. Die FDP-Gemeinderätin Eliane Birchmeier forderte die Vorsteherin des Bildungsdepartements auf, aktiv zu werden, und sicherte ihr Unterstützung zu. Es gebe auf bürgerlicher Seite auch andere, die das Anliegen der Petitionäre unterstützen würden. Abschliessend brachte die Stadtratskandidatin nochmals auf den Punkt, was die Petition vordergründig will: «Unsere Erwartung ist, dass der Stadtrat alles Menschenmögliche tut, dass es bereits am Anfang des neuen Schuljahres eine Lösung gibt.»

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