Leserbrief

Über die Logik gewisser Namen

«So schreiben, wie es die Zuger sagen», Ausgabe vom 17. Dezember

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Ich kann den Ärger von Herr Etter vorerst sehr gut verstehen (dem Hof Gimmenen, wo ich in Oberwil aufwuchs, hatte man auch einfach ein M geklaut). Was Furren sind, wissen die Leute heute sowieso nicht mehr (Furren müssen Autos Platz machen). Es ist mir deshalb fremd, wieso ein Hünenberg See kreiert wurde, obwohl dort kein Bergsee zu finden ist (Hünensee wäre meines Erachtens logischer). Weil inzwischen die Umwelt ein Thema geworden ist, sehe ich sogar eine Chance. Haben Sie schon mal überlegt, wie viel Druckerschwärze, Zeit und Strom gespart werden könnte, wenn wir dieses Thema ernsthaft angehen würden? Stenografie ist so ein geniales Beispiel (kein unnötiger Unterschied zwischen ä und e).

Was könnten wohl die Passbüros, Pöstler und Fluggesellschaften einsparen, wenn alle Namen (auch von Tamilen) auf zehn Zeichen beschränkt würden? Haben Sie sich noch nie geärgert, dass Swisscom und wie sie alle heissen immer am falschen Ort Einsparungen erfinden? Wenn ich all die verrückten Vorschläge aus der Politik betrachte, so kann ich mir gut vorstellen, dass irgendwann die Strassenschilder kleiner und einheitlich werden, indem nur noch ein QR-Code angebracht wird (die Augen der Fussgänger sind sowieso nur noch auf das Smartphone konzentriert).

Tony Stocklin, Steinhausen