Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Überheblichkeit trübt die Aufstiegsfreude

Rotkreuz zog gegen Sursee II mit 3:0 Toren in Front. Was danach folgte, kann mit einem alten Sprichwort beschrieben werden.
Martin Mühlebach
Die Rotkreuzer Spieler jubeln. Sie steigen erstmals in die 2. Liga auf. (Bild: Christian H. Hildebrand (Rotkreuz, 16. Juni 2018))

Die Rotkreuzer Spieler jubeln. Sie steigen erstmals in die 2. Liga auf. (Bild: Christian H. Hildebrand (Rotkreuz, 16. Juni 2018))

Mit Rotkreuz und Sursee II trafen zwei Teams aufeinander, die ­bereits als 2.-Liga-Aufsteiger feststanden. Aber es ging noch um die Ehre. Dem Sieger dieser Partie winkte der 2. Rang in der Aufstiegsrundentabelle hinter Emmenbrücke. Rotkreuz war auf dem besten Weg, sich diesen ­ehrenvollen 2. Rang zu erobern.

Nach einem anfänglich ausgeglichenen Spielverlauf zogen die Zuger dank Treffern von Dragan Gyorgiev (28./49.) und Cvetan Churlinov (45.) mit 3:0 Toren in Front. Nach diesem scheinbar beruhigenden Vorsprung nahm das Rotkreuzer Trainergespann Roger Mathis/Enzo Palatucci seine besten Spieler vom Feld. Diese Massnahme gab dem Sprichwort «Hochmut kommt vor dem Fall» Recht. Sursee II glich innerhalb von 15 Minuten durch Tore von Guedes Mendes (54./59.) und Machado Mendes (65.) zum 3:3 Unentschieden aus. Obwohl Rotkreuz seine besten Kräfte nochmals mobilisierte, gelang es nicht mehr, auf die Erfolgsspur einzubiegen. Mehr noch: Dominic Zbinden sicherte Sursee II in der 80. Minute einen 4:3 Sieg. Während sich die beiden Teams die Aufsteigershirts überzogen, ärgerten sich nicht wenige Rotkreuzer-Fans über den Auftritt ihres Teams.

«Unser Plan ist aufgegangen»

Selbst Claudio Carbone, der Präsident des FC Rotkreuz, vermochte seine Enttäuschung nicht zu verbergen. Er zeigte kein Verständnis über die vom Trainergespann veranlassten Auswechslungen. Auf einen allfälligen Trainerwechsel angesprochen, meinte Carbone: «Wir werden die abgelaufene Saison genau analysieren und danach entscheiden, wie es weitergehen soll.» Weiter sagte er: «Unser Plan, mit den von René von Euw zur Verfügung gestellten ehemaligen 1.Liga-Spielern den Aufstieg zu realisieren, ist aufgegangen. Der FC Rotkreuz wird in der kommenden Saison erstmals in seiner Vereinsgeschichte der 2. Liga ­angehören.» Claudio Carbone betont, zwei Drittel des Teams besteht aus eigenen Spielern, die ebenfalls ihren Beitrag zum Aufstieg geleistet haben. Es freue ihn, dass die dreimaligen Trainings pro Woche von allen Akteuren zu 90 Prozent besucht wurden.

Für den Präsidenten des FC Rotkreuz ist mit dem Aufstieg in die 2. Liga ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. «Ich bin mir bewusst», sagt er, «dass unser Projekt mit den zugezogenen Verstärkungen, in der Region Neid aufkommen liess. Das kann ich nachvollziehen, aber dass ein Berichterstatter während des Aufstiegsspiels gegen Horw I fast während der gesamten 90 Minuten in unserem Clubrestaurant sass und dann nur drei, vier Zeilen über den Spielverlauf schrieb, sich jedoch ausführlich über unseren Gönner ausliess und alten Kram hervorholte, enttäuschte mich masslos.» Im Hinblick auf die kommende Saison sagt Claudio Carbone: «Ich bedanke mich bei allen Leuten, vor allem auch jenen hinter den Kulissen, die uns – hoffentlich auch weiterhin – tatkräftig unterstützen. Mit ihrer Hilfe wollen wir ein Team zusammenstellen, das in der 2. Liga regional an der Tabellenspitze mitzumischen vermag.» Mit Davide Palatucci vom Erstligisten Zug 94 werde ein Spieler zu seinem Stammverein Rotkreuz zurückkehren, von dessen Charisma alle profitieren würden. Zudem würde nach Verstärkung der Innenverteidigung und nach Sponsoren Ausschau gehalten, um auch in der 2. Liga für Furore sorgen zu können. Aktuell gehe er davon aus, so Carbone, dass der Stamm des Teams zusammenbleibe. Allerdings müsse man in Zukunft auf die Dienste von Aleksandar Milushev verzichten, der nach Mazedonien zurückkehrt.

Rotkreuz – Sursee II 3:4 (2:0)

Sportpark. – 300 Zuschauer. – SR Von Känel. – Tore: 28. Gyorgiev 1:0. 45. Churlinov 2:0. 49. Churlinov 3:0. 54. Stefan Guedes 3:1. 59. Stefan Guedes 3:2. 65. André Mendes 3:3. 80. Zbinden 3:4. – Rotkreuz: Bernasconi; Milushev, Murina, Zabelaj, Palatucci; Leite-Perreira, Campello, Nabarro. Gyorgiev; Ranzenberger, Churlinov. (Besic, Hilpert, Merola, Dedukic, Träger, Huwiler). – Sursee II: Krasniqi; Stefan Guedes, Kramis, Macieira, Sieger, Zbinden, Stefan Guedes, André Guedes, Koch, Schumacher, Pose. (Steiger, Selimi). – Bemerkung: 19. Pfostenschuss Rotkreuz.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.