Eine Zuger Jubla-Gruppe ist um einige Erfahrungen reicher

Auf den Philippinen erlebte eine Gruppe der Jungwacht Blauring Zug drei spannende Wochen.

Lukas Gehrig
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Im Rahmen eines Austauschprojekts reisten Mitglieder der Jubla Zug in die Philippinen (Bild: PD)

Im Rahmen eines Austauschprojekts reisten Mitglieder der Jubla Zug in die Philippinen (Bild: PD)

Ein Aufenthalt in fremden und exotischen Ländern ist immer etwas Aussergewöhnliches. So auch für Fabian Aregger. Er ist Mitglied der Jungwacht Blauring Zug (Jubla). Zusammen mit fünf Kollegen seiner Jubla reiste er im Rahmen eines Austauschprojekts in die Philippinen. Dort entstanden während des dreiwöchigen Aufenthalts nicht nur tolle Bilder, sondern auch viele bleibende Eindrücke. «Die Landschaft und Vielfältigkeit des Landes ist unglaublich», schwärmt Fabian Aregger, der kürzlich seinen Bachelor in Finanz- und Betriebswirtschaft abschloss. «Von riesigen Grossstädten wie Manila über Küstenregionen, bis hin zu undurchdringlichen Urwäldern, ist alles dabei.»

Besonders einprägsam waren für ihn auch die Kultur und die Menschen. «Obwohl sie nicht viel haben, geniessen das Miteinander und die Solidarität untereinander einen grossen Stellenwert. In diesem Bereich können wir in der Schweiz sicher etwas von ihnen lernen», sagt er. Das primäre Ziel dieses Aufenthalts war es allerdings nicht, erholsame Ferien zu verbringen. Hergeführt habe sie eine Partnerschaft mit dem Jugendverband Chiro, erklärt der 24-Jährige.

Seit 2005 besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Jugendverbänden. Das Ziel der Partnerschaft sei es, die internationalen Beziehungen und Verbindungen zu stärken und zu fördern. Doch auch das Wohl der Menschen in den Philippinen liegt den beiden Verbänden sehr am Herzen. Nachdem im letzten Jahr eine Gruppe der Chiro die Jubla Schweiz besuchte, empfangen sie nun die Schweizer bei sich. «Viele Kinder und Jugendliche haben hier keinen Zugang zu Bildung und kaum Möglichkeiten einen Beruf zu erlernen. Chiro setzt sich nach Kräften für diese Menschen ein und wir unterstützen sie dabei, so gut es geht», sagt Fabian Aregger.

Fischerregion Infanta wurde stark gefördert

Grosses Engagement zeigt die Jubla beim Sammeln von Geldern für den guten Zweck. Neben Spenden von Privatpersonen stammt der grösste Teil des Geldes aus eigener Tasche. «Jedes Jahr verkaufen wir in der ganzen Schweiz einen speziellen Gegenstand zum Thema Hygiene, Bildung oder Ernährung für den guten Zweck», sagt er. Dieses Jahr war es Saatgut, welches die Jubla verkaufte. Mit dem Erlös konnte vielen Menschen in den Philippinen geholfen werden. So auch in der Fischerregion Infanta, welche die Gruppe besuchte. Diese wurde von der Jubla in den vergangenen Jahren stark gefördert.

Philippinische Wörter gelernt

Fabian Aregger selbst ist schon seit 15 Jahren in der Jubla und seit diesem Jahr auch in der Kantonsleitung aktiv. «Es macht mich glücklich zu sehen, wie unsere Arbeit Früchte trägt», freut er sich. Auf seiner Reise hat er auch einige philippinische Wörter gelernt, welche ihm sehr hilfreich waren. Eines davon ist «masarap». «Masarap sagt man, wenn etwas sehr lecker ist oder gut geschmeckt hat.» Ein wichtiges Leitwort der Jubla ist «Lebensfreu(n)de». Diesem begegnete der Rotkreuzer auch während seines Aufenthalts. In einem Satz beschreibt er das Land wie folgt: «Die Philippinen sind für mich ein offenes Land voller Lebensfreude und Gastfreundschaft.»