Umbau der Strafanstalt soll Fluchtrisiko reduzieren

Die Kommission für Hochbauten des Zuger Kantonsrates beantragt dem Parlament, den geplanten Umbau in der Interkantonalen Strafanstalt Bostadel zu genehmigen. Mit dem Projekt soll die Ablaugerei zur Malerei in die Sicherheitszone verlegt werden.

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Blick in ein Zimmer der Strafanstalt Bostadel in Menzingen. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Blick in ein Zimmer der Strafanstalt Bostadel in Menzingen. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Die Kommission stimmte der Vorlage mit 9 zu 5 Stimmen zu, wie aus dem am Dienstag publizierten Bericht hervorgeht. Die Mehrheit vertritt die Auffassung, dass die Verlegung der Arbeitsplätze von Malerei und Ablaugerei in die Sicherheitszone zwingend sei. Das Fluchtrisiko müsse reduziert werden.

Umbau kostet 6,3 Millionen

Für die Zusammenlegung von Malerei und Ablaugerei in der von Zug und Basel-Stadt gemeinsam betriebenen Strafanstalt Bostadel in Menzingen ist ein Neubau innerhalb der Sicherheitszone geplant.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6,29 Millionen Franken. Das Gebäude soll 2014 bezugsbereit sein.Der Bund und das Strafvollzugskonkordat der Nordwest- und Innerschweiz übernehmen 2,35 Millionen Franken. Der Kanton Zug muss 981'875 Franken zahlen. Basel-Stadt steuert 2,95 Millionen Franken bei. Diesen Betrag hat der Grosse Rat bereits bewilligt.

Gefangene beschäftigen

Das Strafgesetzbuch verpflichtet die Gefangenen zur Arbeit. Demnach müssen die Gefängnisse genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Seit der Inbetriebnahme des Bostadel im Jahr 1977 hätten sich diesbezüglich die Rahmenbedingungen des Strafvollzuges jedoch geändert, heisst es im Bericht.

Vor 2006 hätten noch verschiedene Gefangene mit Einwilligung der Vollzugsbehörde ausserhalb der Strafanstalt arbeiten können. Wegen des erhöhten Sicherheitsbedürfnisses der Gesellschaft und der damit einher gehenden fehlenden Risikobereitschaft fänden sich heute kaum mehr genügend geeignete Gefangene für eine Arbeitsbeschäftigung ausserhalb der Strafanstalt.

sda