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UMBAU: Menzinger Pflegezentrum Luegeten: Der Pavillon nimmt Form an

Während des Umbaus des Pflegezentrums Luegeten ziehen die Bewohner in eine Übergangslösung. Wegen umfangreicher Planungsarbeiten ist es dort zu Verzögerungen gekommen. Im Herbst steht der Umzug an.
Rahel Hug
Zurzeit werden auf dem Areal im Eu die Module angeliefert und zusammengebaut. (Bild: Werner Schelbert (Menzingen, 3. Mai 2018))

Zurzeit werden auf dem Areal im Eu die Module angeliefert und zusammengebaut. (Bild: Werner Schelbert (Menzingen, 3. Mai 2018))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Das Pflegezentrum Luegeten in Menzingen steht vor einem Grossprojekt: An der Luegeten­strasse wird ein Ersatzneubau entstehen, der für die Bewohnerinnen und Bewohner mehr Komfort bieten wird. Aus vielen der bisherigen Doppelzimmer werden Einzelzimmer, jedes erhält eine eigene Nasszelle mit Dusche. Während der rund zweijährigen Bauzeit ziehen die Bewohner und Mitarbeiter um: in einen Pavillon auf dem Areal des ehemaligen Werkhofs im Eu.

Dieser Pavillon nimmt nun langsam Form an. Seit rund zweieinhalb Wochen sind die Arbeiten im Gang, nach und nach liefern Lastwagen die Module an. Ursprünglich war vorgesehen, bereits Mitte April umzuziehen. Den Termin hat man nun auf Ende September verschoben, wie Jürg Brändli, Verwaltungsratspräsident der Luegeten AG, sagt. Hauptgrund sind die umfangreichen Abklärungen, die nötig waren. «Dadurch, dass ein Teil der Module neu ist und die anderen bereits in Küsnacht ZH im Einsatz waren, haben wir mehr Zeit gebraucht zum Planen.»

Komfort bereits mit dem Pavillon gesteigert

Doch Brändli ist zufrieden, wie das Projekt «Luegeten unterwegs» – so heisst die Übergangslösung – vorankommt. «Wir sind auf Kurs», sagt er, und fügt an: «Es ist wichtig, dass alles gut aufgegleist wird.» Denn in logistischer Hinsicht ist die temporäre «Verschiebung» eines ganzen Altersheims eine Herausforderung. «Wir können in der Übergangslösung bereits zehn Einzelzimmer mehr anbieten und entsprechend die Doppelzimmer reduzieren, was der heutigen Nachfrage nach mehr Privatsphäre und Ruhe entspricht», sagt der Verwaltungsratspräsident. «Was die Nasszellen betrifft, können wir den Komfort auch bereits mit dem Pavillon steigern», freut er sich. Im Pavillon verfügen alle Zimmer über eine eigene Nasszelle, was in der bisherigen Luegeten nicht der Fall ist. Auch mit Feuermeldern, einem Lift, Notfalleinrichtungen und einem Rufsystem wird der Übergangsbau ausgestattet. Für die Wäscherei und die Küche hat die Leitung der Luegeten eine Lösung in Finstersee gefunden: Im Gasthof Luegisland hat man für die Übergangszeit Räume gemietet, in denen das Wäscherei- und das Küchenteam arbeiten werden. Im Pavillon wird ein Küchen-Office und eine Wäsche-Annahme eingerichtet. Beheizt wird das Gebäude mit Energie aus dem Holzwärmeverbund Menzingen.

Bauleiter Christoph Herzog kennt die Details zum Pavillonbau: Insgesamt sind es 88 Module, die zurzeit zusammengesetzt werden, 28 davon sind neu. Der Bau ist zweistöckig, 80 Meter lang und 16 Meter breit. «Das Aufstellen und Zusammensetzen der Module wird voraussichtlich bis im Juli dauern», sagt Herzog. «Danach stehen die Inneneinrichtung und die Umgebungsarbeiten an.» In Richtung Südosten wird für die Bewohner eine Terrasse mit Sitzplatz entstehen – mit Aussicht auf die angrenzende Wiese und die Moränenlandschaft. Auch für die Demenzabteilung wird eine Terrasse mit Gartenanschluss entstehen.

Während auf dem Areal im Eu fleissig gebaut wird, laufen die Planungsarbeiten für den Neubau der Luegeten – dieses Projekt heisst «Lueg emol» – auf Hochtouren. «Im Laufe dieses Monats werden die ersten grossen Submissionsaufträge vergeben», berichtet Jürg Brändli. «Ziel ist es, kurz nach dem Umzug mit den Bauarbeiten loszulegen.»

Was die «Züglete» im September angeht, arbeitet das Zentrum mit einem Umzugsplaner zusammen. «So etwas gilt es fast generalstabsmässig zu planen», sagt Brändli. Die Stimmung unter den Bewohnern angesichts der grossen Veränderungen beschreibt er als «gesunde Vorfreude, gemischt mit einer gewissen Skepsis». Brändli ist aber überzeugt: «Wir haben immer wieder über das Projekt informiert, die Grundstimmung ist positiv.»

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