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Im «Passebartout»
wird weiter geraucht

Vor kurzem wurde die Fläche der Bar in Unterägeri vergrössert. Doch nun liegt diese über den, für ein Raucherlokal gesetzlich erlaubten 80 Quadratmetern. Der gegenwärtige Zustand allerdings ist nur ein Provisorium.
Carmen Rogenmoser
Bardame Nina Vogel im «Passebartout» in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert (9. Juli 2018))

Bardame Nina Vogel im «Passebartout» in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert (9. Juli 2018))

Cocktails, Pub-Food und Musik vom DJ: Im «Passebartout» in Unterägeri herrscht stets Hochbetrieb. Die Bar, eingemietet im Ägerital-Center, hat sich in den letzten Jahren einen Namen als Treffpunkt für Partygänger im Ägerital gemacht. Und wie es sich für eine Bar gehört, darf hier auch gepafft werden. Geraucht werden darf, seit dem Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen, das vor rund zehn Jahren ratifiziert wurde, nur noch in Lokalen, deren Fläche maximal 80 Quadratmetern beträgt. Seit einiger Zeit ist das «Passebartout» nun aber grösser. Die Bar wurde um einen Zusatzraum erweitert. Geraucht wird trotzdem weiter.

Auf der Gemeindeverwaltung gab es diesbezüglich Reklamationen und der Gemeinderat hat reagiert. «Die Gemeinde kontrolliert aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung, ob ein Rauchverbot eingehalten wird», erklärt Gemeindepräsident Josef Ribary auf Nachfrage. Sie ist für die Bewilligungen entsprechender Gesuche als Raucherlokal zuständig.

Anpassungen sind notwendig

Das Lokal, wie es heute ist, überschreite die vorgeschriebene Raucherfläche marginal, führt Ribary weiter aus. Zur Fläche gezählt werden alle den Gästen zugänglichen Räume. Dazu gehören unter anderem auch WCs, Garderobe und Gänge. Man habe mit dem Betreiber das Gespräch gesucht und eine Lösung ausgehandelt, so Ribary: Dem Betreiber wurde eine Frist eingeräumt. «Er hat bis Ende Sommerferien Zeit, die Raucherfläche durch geeignete Massnahmen wieder auf die erlaubte Fläche zu reduzieren.»

Rolf Schuler, der Besitzer der Bar bestätigt das und schiebt nach, dass für 2018 sowieso ein Komplettumbau geplant war. «Der zusätzliche Raum, so wie er jetzt ist, ist nur ein Provisorium.» Er sei ihm schon im Mai 2017 angeboten worden. «Eine Erweiterung war eigentlich gar nicht geplant», erinnert er sich. Er habe sich sofort entscheiden müssen und da keine Zeit für die Ausarbeitung eines Konzepts war, habe er den Raum im Februar diesen Jahres als Provisorium in Betrieb genommen. Die Renovation steht jetzt kurz bevor. Mitte August geht es los: «Während zwei Wochen wird das ‹Passebartout› komplett umgebaut», so Schuler. Rund 150000 Franken koste ihn das, aber das sei es wert. «Wir möchten einerseits neue Impulse schaffen und andererseits bevorstehenden Reparaturen vorgreifen.» Die Bar soll ein guter Ort bleiben, ein Anlaufpunkt für Jugendliche, sagt Schuler. «Wir haben ein wirklich gutes Team.» Am 31. August wird dann die Eröffnung des «Passebartouts» im «neuen Kleid» gefeiert. Was alles gemacht wird, möchte der Betreiber noch nicht verraten.

Klar ist aber, dass dann wieder alle Bestimmungen, die für ein Raucherlokal gelten, erfüllt werden. Neben der maximalen Raumgrösse von 80 Quadratmetern, gehören dazu weitere Vorgaben: das Lokal muss gut durchlüftet und nach aussen leicht erkennbar als Raucherlokal bezeichnet sein, zudem müssen die Arbeitnehmer der Tätigkeit im Raucherlokal im Arbeitsvertrag zugestimmt haben. Zu der Maximalfläche werden alle den Gästen zugänglichen Räume einberechnet. Dazu gehören unter anderem WCs, die Garderobe und Gänge.

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