Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Umbruch auf dem Industrieareal von V-Zug

Das bisher geschlossene Industrieareal der V-Zug feierte gestern «Öffnungsfest» und informierte über den geplanten neuen Stadtteil «Technologiecluster». Industrie und Stadt rücken zusammen.
Wolfgang Meyer
Ein Bereich des V-Zug-Areals wird derzeit zwischengenutzt (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Juli 2018))

Ein Bereich des V-Zug-Areals wird derzeit zwischengenutzt (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Juli 2018))

Die V-Zug hat Grosses vor. Unter dem Label «Technologiecluster Zug» plant das Unternehmen eine Erneuerung der eigenen Produktionsabläufe und die Gründung eines Industriehubs in Zug. Dieser soll langfristig Arbeitsplätze schaffen und Synergien vor Ort fördern. «Wir glauben, dass die Industrie wieder zurückkommt», sagt der Geschäftsführer der V-Zug Beat Weiss. «Zurück aus den Tieflohnländern und auch zurück in die Stadt.» Deshalb investiere die V-Zug langfristig in den Standort Zug. Am 8. Mai genehmigte der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug nun den Bebauungsplan für das Projekt, welches insgesamt 990000 Kubikmeter Baumasse umfasst. Ein Teil davon wird V-Zug selbst beziehen. Den Rest soll für andere Nutzungen zur Verfügung stehen. Neben Büros und Industrie soll darin auch ein kleines Kontingent Wohnungen entstehen. Auch günstiger Wohnraum ist geplant.

«Wir glauben, dass die Industrie wieder zurückkommt. Zurück aus den Tieflohnländern und auch zurück in die Stadt.»
Beat Weiss, Geschäftsführer V-Zug

Auf dem bisher geschlossenen Industrieareal öffnete die Firma Handwerkstadt Zug an der Ecke Göblistrasse/Industriestrasse gestern nun ihre Türen. In dieser Zwischennutzung waren bis vor kurzem noch Laboratorien und Produktionsstätten der V-Zug untergebracht. In Zukunft soll das Gelände mit Partnern und Nutzern von ausserhalb entwickelt und überbaut werden. Bis dahin nutzt Handwerkstatt Zug die Halle als Ladenlokal. Zuvor war das Unternehmen weiter nördlich an der Industriestrasse. Dort soll jedoch ein Parkhaus entstehen, um die Infrastruktur für den Cluster zu entwickeln.

V-Zug baut an der Zukunft. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Juli 2018))

V-Zug baut an der Zukunft. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Juli 2018))

Kein Produktionsunterbruch

Rochaden wie diese hat die V-Zug noch einige vor sich, bis sie 2024 ihre firmeninterne Transformation abgeschlossen haben will. «Die Produktion der V-Zug soll während des gesamten Bauprozesses aufrechterhalten werden», informiert Christoph Graf die Besucher des «Öffnungsfestes». «Das ist eine grosse Herausforderung und bringt Mehrkosten für verschiedene Provisorien mit sich.» Graf ist Projektleiter der baulichen Umstrukturierung der V-Zug und führte Interessierte und Nachbarn gestern zur Baugrube des «Hangars Speedy». Noch im Rahmen des alten Bebauungsplans baut die V-Zug hier bereits eine Halle für eine neue Servo-Transfer Pressanlage. Das Gebäude wird massgeschneidert zur 30 Millionen Franken teuren Maschine gebaut und ist darauf ausgelegt, dass das Volumen auf gedoppelt werden kann.

Essstand von V-Zug (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Juli 2018))

Essstand von V-Zug (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Juli 2018))

Nachdem der Überbauungsplan nun vom Grossen Gemeinderat angenommen wurde, wartet die V-Zug darauf, dass auch der Zuger Regierungsrat grünes Licht gibt.

Anpassungen flexibel möglich

Zurzeit liegt der Bebauungsplan öffentlich auf und wird vom Amt für Raumplanung geprüft. «Wir waren von Anfang an mit allen Behörden in engem Kontakt und gehen davon aus, dass wir mit dem jetzigen Stand alle Auflagen und Bedürfnisse seitens des ­Kantons abdecken», sagt Weiss. «Das Schöne an dem Bebauungsplan ist, dass er sehr flexibel ­gestaltet ist.» Für die verschiedenen Baufelder wurden Mantel­linien und mögliche Benutzungsfelder festgelegt. Bei Bedarf können diese bei den konkreten Baueingaben aber noch angepasst werden. Dabei müssen zwischen 55000 Kubikmeter und 165000 Kubikmeter der Baumasse Wohnraum werden. «Erstaunlicherweise hat uns die Stadt eher dazu ermutigt, mehr Wohnraum zu bauen, als wir vorhatten», sagt Weiss. Mehr Wohnraum bedeutet höhere Grundstückrenditen. «Die V-Zug zielt aber ganz klar auf einen gesunden Produktionsstandort, nicht auf schnelle Gewinne.» Für die Mitarbeiter in der Produktion der V-Zug sieht Weiss keine Gefahr durch die Umwälzungen. «Unsere Produktionsprozesse werden täglich optimiert, sonst wären wir nicht mehr im Geschäft.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.