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UMFAHRUNG CHAM-HÜNENBERG: Kritische Fragen zu einer alternden Verkehrsplanung

Die Umfahrung Cham-Hünenberg soll 2026 eröffnet werden. Der GLP-Kantonsrat Claus Soltermann fragt die Regierung, ob das Projekt dann noch zeitgemäss ist.
Rahel Hug
Die Umfahrung Cham-Hünenberg soll unter anderem das Chamer Dorfzentrum (im Bild die Zugerstrasse) vom Verkehr entlasten. (Bild Werner Schelbert)

Die Umfahrung Cham-Hünenberg soll unter anderem das Chamer Dorfzentrum (im Bild die Zugerstrasse) vom Verkehr entlasten. (Bild Werner Schelbert)

Rahel Hug

Ganze zehn Jahre dauert es voraussichtlich noch, bis die Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH) fertig gestellt sein wird. Das Mega-Verkehrsprojekt soll bekanntlich die beiden Ennetsee-Gemeinden vom Durchgangsverkehr entlasten und die Mobilität verbessern. Weil jedoch aktuell noch rund 100 Einsprachen behandelt werden, verzögert sich der Baustart der Entlastungsstrasse. Vorgesehen ist, wie der kantonale Baudirektor Urs Hürlimann kürzlich in unserer Zeitung sagte, die letzten Einsprachen bis 2020 zu bearbeiten. Diese betreffen zu einem grossen Teil die flankierenden Massnahmen. Für das Chamer Ortszentrum soll bekanntlich ein Durchfahrtsverbot eingerichtet werden, was grossen Widerstand auslöste.

Papieri und Zythus

Bis die Umfahrung 2026 in Betrieb genommen werden kann, wird auch nebenher einiges passieren: die Bevölkerung des Kantons Zug wird weiterwachsen, andere Verkehrs- und Bauprojekte werden umgesetzt. Dieser Umstand hat den Chamer GLP-Kantonsrat Claus Soltermann dazu bewogen, eine Interpellation beim Regierungsrat einzureichen. «Mit dem Papieri-Areal und dem vom Kanton vor kurzem freigegebenen Areal beim Zythus (Hünenberg), dem Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren und dem höheren Verkehrsaufkommen ­sowie der angespannten Situation des Zuger Finanzhaushaltes, sind die Voraussetzungen heute völlig anders als vor über zehn Jahren, als die Umfahrung geplant wurde», schreibt er in seinem Vorstoss vom 12. September. «Ist die vor über zehn Jahren geplante Umfahrung Cham-Hünenberg noch zeitgemäss und deckt sie auch alle seither hinzugekommenen Anforderungen ab?», will Soltermann wissen und fragt weiter: «Müssten gegebenenfalls Ergänzungen am bestehenden Projekt gemacht werden?» Auch hinter die Finanzen setzt der grünliberale Kantonsrat ein Fragezeichen: «Reicht der vom Kantonsrat freigegebene Objektkredit von 230 Millionen Franken aus, um die Umfahrung wie geplant zu erstellen? Wenn nein, wie hoch belaufen sich die neu errechneten Kosten?»

Wäre Etappierung möglich?

Schliesslich stellt Claus Soltermann Fragen zum Bau der Umfahrungsstrasse. «Ist eine Etappierung bei der Erstellung möglich, oder muss die ganze UCH in einem Schritt erstellt werden?», will er wissen, und fragt weiter, welche Etappen zwingend in einer ersten Phase erstellt werden müssten, sollte eine Etappierung denn möglich sein.

2007 haben die Stimmberechtigten den Rahmenkredit für die Planung, den Landerwerb und den Bau der UCH gutgeheissen. Zu den flankierenden Massnahmen wurde Anfang 2013 ein Mitwirkungsverfahren gestartet.

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