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Die Umgestaltung des oberen Postplatzes in Zug ist in vollem Gange

Vor gut einem Monat sind auf dem oberen Postplatz und der nahen Umgebung die Bagger aufgefahren. Dort, wo einst Parkplätze waren, soll eine grosszügige Fläche mit Sitzgelegenheiten entstehen. Doch einen Haken gibt es noch.
Livio Brandenberg
Absperrungen, Schutt und Betonelemente: Noch bis im Dezember wird auf dem oberen Postplatz gebaut. (Bild: Stefan Kaiser (7. August 2018))

Absperrungen, Schutt und Betonelemente: Noch bis im Dezember wird auf dem oberen Postplatz gebaut. (Bild: Stefan Kaiser (7. August 2018))

Es ist ein ungewohntes Bild: Auf dem oberen Postplatz mitten in der Stadt Zug liegt Schutt, der Asphalt ist aufgerissen, Betonröhren liegen herum, die Parkplätze sind – zumindest sicher vorerst – verschwunden. Nach einem Jahre andauernden Disput um den zentralen Platz sind Ende Juni nun die Bagger aufgefahren.

Während der untere Postplatz nach der Abstimmung vom 10. Juni vorerst ein Parkplatz bleibt, ist die Neugestaltung des oberen Postplatzes in vollem Gange. Doch was wird eigentlich wie genau neu gestaltet?

Keine Bäume, Hecken oder Blumenbeete

Begonnen haben zunächst die Sanierungsarbeiten in der St.-Antons-Gasse und der Falkengasse, die dann bis zur Schanz gehen und sich schliesslich auf den oberen Postplatz ausdehnen. Dafür mussten zunächst vier Parkplätze in der Falkengasse und an der Schanz temporär für die Bauplatzinstallationen aufgehoben werden, wie das Baudepartement der Stadt mitteilt. Laut Bauchef und Stadtratsvizepräsident André Wicki (SVP) handelt es sich bei den Sanierungsarbeiten «um Belagsanierungen und die Sanierung von Werkleitungen, auch solche der WWZ». Und: Der obere Postplatz werde «gemäss bewilligtem Projekt umgestaltet».

Diese Umgestaltung umfasst, wie die Pläne der Stadt zeigen, nicht nur den Postplatz, sondern auch den Raum südlich der ehemaligen Hauptpost, also zur Schanz und zur St.-Antons-Gasse hin. Auf dem Areal vor der Post sind, wie eine Visualisierung des Landschaftsarchitekturbüros Appert Zwahlen Partner AG aus Cham zeigt, keine Bäume, Hecken oder Blumenbeete geplant, sondern der Platz bleibt grossmehrheitlich leer, mit Ausnahme einiger Sitzbänke. Der Verkehr wird demnach wie bis anhin um den Platz – beziehungsweise die bisherigen Parkplätze – geführt.

So soll der obere Postplatz dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung Stadt Zug)

So soll der obere Postplatz dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung Stadt Zug)

Zu den Bänken und der weiteren Gestaltung sagte Bauchef André Wicki, der momentan in den Ferien weilt, dem Nachrichtenportal «Zentralplus», es werde «sicher verschiedene Sitzgelegenheiten geben, die wir entfernen, wenn Veranstaltungen durchgeführt werden». Man habe sich da einige Gedanken gemacht. Zudem werde es auf dem oberen Postplatz zusätzliche Veloabstellplätze geben. Laut Nicole Nussberger, Departementssekretärin im Baudepartement der Stadt Zug, soll der Platz «multifunktional genutzt werden können und auch befahrbar bleiben». Als Beispiele nennt sie den «Märlisunntig», den Altstadtweihnachtsmarkt, Handwerker- oder andere Märkte.

Und bis zum «Märlisunntig», der dieses Jahr am 9. Dezember stattfinden wird, will das Baudepartement die Arbeiten abgeschlossen haben. Denn: Das Jahr 2019 ist laut den Stadtzuger Bauexperten für Sanierungsmassnahmen auf allen Strassen und Plätzen der Stadt wenig geeignet, «da für die Durchführung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes ESAF keine Baustellen im Stadtgebiet vorhanden sein sollten». Gerade der Postplatz als wichtiger Knoten sei für einen flüssigen Verkehr durch die Stadt von zentraler Bedeutung. Deshalb werde auch der Verkehr während der gesamten Bauarbeiten aufrechterhalten.

Gastrobetrieb in der Hauptpost geplant

Der Platz soll aber nicht nur eine zentrale Bedeutung für den Verkehr einnehmen, sondern vor allem auch das Lebensgefühl der Stadtzuger steigern – zumindest längerfristig: Wie Baudepartementssekretärin Nussberger zu «Zentralplus» sagt, sei angedacht, «dass die ehemalige Hauptpost eine Gastronutzung erhält und den Platz so belebt». Wegen bestehender Verträge werde dies aber wohl kaum vor 2021 der Fall sein, so Nussberger.

Einen Haken allerdings gibt es bekanntlich: Gegen die Aufhebung der 18 Parkplätze auf dem oberen Postplatz wurde eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht Zug eingereicht. Die Sanierungsarbeiten laufen nun also parallel dazu. Sollte das zurzeit laufende Verfahren zur definitiven Aufhebung der Parkplätze nach Fertigstellung der Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sein, so würden die Parkfelder wieder provisorisch markiert, wie die Stadt bereits im Juni mitteilte. Der Schriftenwechsel vor Gericht sei abgeschlossen, eine Prognose abzugeben sei jedoch schwierig, heisst es beim Baudepartement auf Anfrage. Allerdings äusserte sich die Stadt bereits im Mai: «Die Beschwerde beim Verwaltungsgericht gegen die Aufhebung der Parkplätze erachtet der Stadtrat als wenig aussichtsreich.» Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens war lediglich zu prüfen, ob die Parkplätze formell korrekt aufgehoben wurden. Ein Entscheid wird in diesem Herbst erwartet.

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