UMWELT: In Zuger Schule stinkt's nach Mottenkugeln

Ein Geruch nach Mottenkugeln wabert durch das Schulzentrum Maria Opferung in Zug, und das schon seit Jahren. Luftfilter brachten zwar eine Verbesserung, gut wurde es nicht. Ab Sommer 2015 wird das Zentrum saniert.

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Das Schulzentrum Maria Opferung muss umfassend saniert werden.

Das Schulzentrum Maria Opferung muss umfassend saniert werden.

Verursacht wird der Gestank vom Dämm- und Isolationsmaterial in den Böden der Schulanlage, die in den 1960er Jahren erbaut worden war: Kornschrot, das man gegen Schädlinge mit Naphtalin behandelt hatte. Diesen heftig riechenden Stoff kennt man von Mottenkugeln, wie das Bildungsdepartement am Dienstag mitteilte.

Schon immer habe es nach Mottenkugeln gerochen, heisst es in der Mitteilung. Gesundheitsschädigend sei die Naphtalin-Konzentration jedoch nie gewesen, dies hätten Messungen ergeben.

Vor einigen Jahren setzte man 34 Luftfilter ein. Die Situation besserte sich, aber nicht genug. Nur eine umfassende Sanierung des Gebäudes kann die Lösung bringen. Der Stadtrat hat dafür 7,5 Millionen Franken zurückgestellt. Die Sanierungsarbeiten dauern ab Sommer 2015 rund ein Jahr.

Von der Sanierung sind alle Nutzer im Schulzentrum Maria Opferung betroffen: Die Heilpädagogische Schule, die Freizeitbetreuung Zentrum/Gruppe Berg, die beiden ausgelagerten Primarschulklassen des Schulhauses Kirchmatt, die beiden Schulküchen der Oberstufe, die Therapiestelle für Psychomotorik sowie die Fachstelle Logopädie.

sda