UMWELTSCHUTZ: Häckseln und kompostieren statt verbrennen

Künftig ist es im Kanton Zug nicht mehr erlaubt, im Freien Waldabraum, Feld- und Gartenabfälle zu verbrennen. Dies verlangt die Zentralschweizer Massnahmenplanung zur Luftreinhaltung.

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Der Regierung ein Dorn im Auge: Das Verbrennen von Grünabfällen. (Bild pd)

Der Regierung ein Dorn im Auge: Das Verbrennen von Grünabfällen. (Bild pd)

Diese ist nach dem Beschluss des Zuger Regierungsrates nun auch für den Kanton Zug gilt, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Welche Feuer weiterhin zugelassen sind und wie man richtig feuert, darüber informieren drei Merkblätter der Baudirektion (siehe Link).

Zum Verbrennen von Wald-, Feld- und Gartenabfällen gebe es umweltschonendere Alternativen, beispielsweise das Häckseln oder Kompostieren. Grünabfälle können auch der Grüngutsammlung mitgegeben oder, wo möglich, liegen gelassen und dem natürlichen Abbauprozess überlassen werden. Dadurch entstehen wertvolle Lebensräume für Kleinlebewesen. Und schliesslich könne gut abgetrocknetes, naturbelassenes Holz zu Heizzwecken in Häusern eingesetzt werden.

Grillieren ist nach wie vor erlaubt
Grill-, und Brauchtumsfeuer (z.B. Erst-Augustfeuer) sind an geeigneten Orten nach wie vor zugelassen, wenn dazu trockenes und unbehandeltes Holz (Äste, Stückholz, Reisig, Zapfen) oder Holzkohle verwendet wird. Gewisse Feuerarten erfordern eine Bewilligung des zuständigen Revierförsters oder des Feuerbrandkontrolleurs. Es handelt sich dabei um Feuer zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und Pflanzenkrankheiten. Ebenfalls bewilligungspflichtig ist die Entsorgung von Schlag- oder Fallholz in sehr steilen Landwirtschaftslagen und entlang von schwer zugänglichen Wasserläufen, wo die Gefahr besteht, dass sich Holz verkeilt und Staulagen bildet.

Das Verbrennen von Grünabfällen wie z.B. Baum- und Heckenschnitt oder Rinde und Laub führt zu Rauch, der Schadstoffe wie Feinstaub, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid enthält. Diese Schadstoffe breiten sich über grosse Gebiete aus. Sie sind geruchsbelästigend, schädigen die Lunge und sind teilweise sogar krebserregend, wie es weiter heisst. Stinkende Rauchschwaden ärgerten aber auch oft die Nachbarschaft und führten immer wieder zu Klagen. Zudem zerstöre das Feuer den Boden und vernichte zahlreiche Pflanzen und Kleintiere.

scd