UMWELTSCHUTZ: Nachhaltigkeit: Die Stadt Zug ist auf Kurs

Der erste Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Zug zeigt auf, wo die Stadt in Bezug auf die 2000-Watt-Gesellschaft steht und was zu einer nachhaltigen Entwicklung getan werden kann. Ferner erklärt das Papier, was 'nachhaltig' überhaupt bedeutet.

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Nachhaltiges Verhalten betrifft den bewussten Umgang mit Ressourcen wie Energie oder Wasser, aber auch wirtschaftliche und soziale Belange wie etwa die Gesundheit und Zufriedenheit der Bevölkerung. (Bild: Keystone)

Nachhaltiges Verhalten betrifft den bewussten Umgang mit Ressourcen wie Energie oder Wasser, aber auch wirtschaftliche und soziale Belange wie etwa die Gesundheit und Zufriedenheit der Bevölkerung. (Bild: Keystone)

Wie der Mitteilung der Stadt Zug zu entnehmen ist, beauftragte der Stadtrat die Nachhaltigkeitskommission der Stadt, die nachhaltige Entwicklung der Stadt zu prüfen und alle zwei Jahre Bericht zu erstatten. Im Juni 2014 erscheint nun der erste Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Zug.

«Die 2000-Watt-Gesellschaft anzustreben heisst nicht nur, Strom zu sparen und erneuerbare Energien zu fördern. Sie umfasst eine nachhaltige Entwicklung in allen Lebensbereichen – beispielsweise also auch im Bereich der öffentlichen Finanzen oder der Sicherheit», wird Stadtrat Andreas Bossard in der Mitteilung zitiert, der Präsident der Nachhaltigkeitskommission. Solches aufzuzeigen sei ein wichtiges Ziel des Berichts.

Positive und negative Entwicklungen

Vor allem in der Dimension der Gesellschaft würde sich die Stadt Zug in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln. In den Bereichen Umwelt und Wirtschaft sei die Entwicklungstendenz je nach Zielbereich unterschiedlich. So würden die Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien, beim Wasserverbrauch und beim Einkommen auf eine Verbesserung hinweisen, während die Biodiversität und der öffentliche Haushalt eine negative Entwicklung aufweisen. Die Einwohner der Stadt Zug erhalten den Nachhaltigkeitsbericht in den nächsten Tagen per Post.

Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung

Die Lebensweise unserer modernen Gesellschaft führt zu einer Übernutzung der Lebensgrundlagen. Die natürliche Regenerationsfähigkeit kann mit dieser Entwicklung nicht mehr mithalten. Die Leitidee einer nachhaltigen Entwicklung verstehe sich als Antwort auf solche Befunde oder vielmehr als Zukunftsvision, um diesen globalen Herausforderungen verantwortungsvoll gegenüberzutreten, heisst es in der Mitteilung. Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung sei es, die Grundbedürfnisse aller Menschen, heute und in Zukunft zu befriedigen.>

pd/kst