Unihockey
Der Zug-United-Captain sagt: «Eine gewisse Bissigkeit schadet nie»

Nach den ersten beiden Spielen der NLA-Halbfinalserie gegen die Grasshoppers liegt Zug 0:2 zurück. Dennoch strahlt Tim Mock Zuversicht aus.

Interview: Peter Rohner
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Zugs Tim Mock (links, mit Adrian Bachmann) will wieder jubeln können.

Zugs Tim Mock (links, mit Adrian Bachmann) will wieder jubeln können.

Bild: Jan Pegoraro (Zug, 13. Februar 2022)

In den ersten zwei Halbfinal­partien war der Qualifikationssieger GC eine Nummer zu gross für Zug United. Gross wird nun die Bühne für die nächsten beiden Matches: Am Samstag wird das Spiel aus der Zürcher Hardau-Halle (Anpfiff 17 Uhr) live auf SRF2 übertragen. Am Sonntag werden beim Heimspiel die frischgebackenen Schweizer Meisterteams der U17-Frauen und der U21-Männer geehrt.

Die Dreifachsporthalle der Kantonsschule Zug dürfte damit zum fünften Mal in Folge mit 400 Zuschauern ausverkauft sein (Anpfiff 17 Uhr). Zugs Captain Tim Mock blickt zurück auf das erste Wochenende und erklärt im Interview, weshalb die Zentralschweizer zuversichtlich sind, die Serie noch zu drehen.

Zug United liegt in der Serie 0:2 zurück. Woran hat es bisher gefehlt?

Tim Mock: Am Samstag schafften wir es nicht, die nötige Energie auf den Platz zu bringen, um über Zweikämpfe und Emotionen in die Serie zu kommen. GC ist dies deutlich besser gelungen, vielleicht lag dies an der langen Pause davor. Auch schafften wir es nicht, GC mit unserer zweiten und dritten Linie in Schach zu halten und hatten zu viele ­Lücken im System.

Was muss Zug am bevorstehenden Wochenende besser machen?

Wir schafften es bereits, uns von Samstag auf Sonntag deutlich zu steigern und die Grasshoppers weniger gefährlich werden zu lassen. Dies muss uns auch wieder am Wochenende gelingen. Um das zu erreichen, müssen wir unnötige Ballverluste minimieren, in jeder Situation hellwach sein, um keine schnellen Kontertore zu erhalten, und unser Spiel mit Ball geduldig forcieren.

Der Blick auf die Resultate lässt vermuten, dass es vor allem offensiv hapert. Wie schiesst man gegen die Zürcher Tore?

Die Spiele vom Wochenende lieferten uns gutes Material, wo wir bei ihnen Lücken in der Verteidigung finden können. Wir müssen generell mehr Kontrolle über den Ball haben, denn wenn wir geduldig mit Ball spielten, geling es uns, gute Chancen zu kreieren. Und im Gegensatz zum letzten Wochenende gilt es, diese auch eiskalt auszunutzen.

Das kommende Wochenende wird kursweisend. Wie ist die Stimmung im Team?

Das Samstagsspiel wird wegweisend sein, die Stimmung im Team ist entsprechend motiviert. Bei einem 0:2-Rückstand in einer Serie würde man vermuten, dass gewissen Unsicherheit im Team herrscht, davon kann ich derzeit jedoch wenig spüren. Wir haben trotz Rückstand wenig zu verlieren und können deshalb trotzdem mit einer gewissen Lockerheit in die Spiele. Dies wird uns vor allem helfen, wenn die Spiele am Wochenende eng sein werden, da bin ich sicher.

Für viele Spieler bei Zug ist das Duell mit GC etwas Spezielles, weil sie einen grossen Teil der Nachwuchsstufen bei GC durchlaufen haben. Ist dies bei euch spürbar?

Das Verhältnis zu den Gegenspielern ist bei vielen in unserem Team sehr kollegial, da man lange zusammen im selben Team gespielt hat. Ich persönlich würde sagen, dass uns dies am letzten Wochenende vielleicht sogar etwas zum Verhängnis geworden ist. Eine gewisse Bissigkeit in den Playoffs schadet nie, diese gilt es für uns deshalb, am kommenden Wochenende unbedingt an den Tag zu legen.