Unihockey
Fehlstart der Zugerinnen in die Playoffs

Nach den ersten beiden Viertelfinalpartien in der NLA liegt das Team der United gegen die Burgdorferinnen im Rückstand.

Samira Inglin
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Ada Hök (am Boden) und die Zugerinnen sind dem Saisonende nah.

Ada Hök (am Boden) und die Zugerinnen sind dem Saisonende nah.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. Februar 2021)

Die Zugerinnen hatten sich eine Menge für die Viertelfinalserie gegen Burgdorf vorgenommen. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich schon in der ersten Begegnung in Zug bald. Nach 15 Spielminuten führten die Gäste mit 2:0. Auf zwei Linien reduziert, startete Zug ins zweite Drittel und präsentierte sich deutlich stabiler. Nach herrlichen Solotreffern von Weronika Noga und Eliska Trojankova war die Partie zur Hälfte wieder ausgeglichen. Doch die Wizards stellten die Führung innert einer Zeigerumdrehung wieder her. Ada Hök sorgte mit ihrem Prachtstreffer zum 3:3 jedoch dafür, dass die Teams mit ausgeglichenem Skore in den letzten Spielabschnitt starteten.

Das Auf und Ab der Zuger Hinter- und Vorderabteilungen setzte sich fort. Die erst 16-jährige Bernerin Anja Wyss komplettierte dank Fehlern der United-Spielerinnen dank Treffern in der 45. und der 50. Minute ihren Hattrick. Zug hatte das Spiel also innert weniger Minuten aus der Hand gegeben. Und da die Fehlerzahl hoch blieb, war es nicht überraschend, dass sowohl in Überzahl nach einer Strafe als auch später das Spielen mit einer sechsten Feldspielerin nicht mit Toren belohnt wurden. Zug verlor das erste Spiel schliesslich mit 3:6.

Die zweite Begegnung tags trug von Anfang an einen anderen Charakter. Obwohl es wiederum die Wizards waren, die bereits nach wenigen Minuten in Führung gingen, zogen die Zugerinnen mit Geduld und Vorsicht ihr Spiel auf. Im Vergleich zum Samstag mussten unnötige Eigenfehler reduziert werden und das eigene Spiel konsequenter umgesetzt werden. Zur Hälfte des ersten Drittels war die Zuger Powerplayformation erfolgreich. Romana Gemperle traf zum 1:1.

17 Tore fallen in der zweiten Begegnung

Damit waren die Schleusen geöffnet. Auf beiden Seiten fiel Tor um Tor. Das erste NLA-Tor der Zugerin Anna Reber wurde im direkten Gegenzug von Hanimann mit dem 2:2 beantwortet. Rebers Linienpartnerin Trojankova schoss 45 Sekunden danach Zug wieder in Führung. Doch nur vier Sekunden nach dem Bully war der Spielstand wieder ausgeglichen. Bis zur ersten Pause trafen noch zwei Gastgeberinnen, weshalb es aus Zuger 3:5 hiess. Das Mitteldrittel war im Kontrast dazu torarm und wenig mitreissend. Zug rannte an, die Wizards erhöhten die Führung kaltschnäuzig. Nach Paloncyovas Anschlusstreffer zum 4:6 vergab die United im Powerplay eine bessere Ausgangslage für den Schlussabschnitt.

Zugs Kamila Paloncyova (vorn, gegen Patricia Bitterli) bringt die Hoffnung kurz zurück.

Zugs Kamila Paloncyova (vorn, gegen Patricia Bitterli) bringt die Hoffnung kurz zurück.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. Februar 2021)

Wer sich nun auf eine spannende Schlussphase freute, wurde enttäuscht. Die Zugerinnen brachen ein. Während sich die Schwarz-Gelben in einen Torrausch spielten und bis zur 51. Minute auf 11:4 davonzogen, wurden die Gesichter der Blau-Weissen immer länger und ratloser. Am Ende gewannen die Burgdorferinnen mit 12:5 und sorgten dafür, dass Zug United bereits mit dem Rücken zur Wand steht. Schon im Vorjahr hatte man gegen den gleichen Gegner keine Viertelfinalpartie gewonnen. Die dritte Begegnung der Serie wird am Samstag ab 17 Uhr in Zug ausgetragen. Auch sie wird auf www.swissunihockey.tv übertragen.