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Unihockey: Mit jungen Schweizern an die Spitze

Zug United steigt am 14. September gegen die Unihockey Tigers aus Langnau in die dritte NLA-Saison seit dem Wiederaufstieg.
Peter Rohner

Die missglückte Premierensaison in der höchsten Spielklasse 2011/12 ist längst vergessen. Nur drei Punkte holte die Mannschaft damals und stieg umgehen wieder in die NLB ab. Wiedererstarkt meldete sich Zug 2017 erneut im Oberhaus an – und schaffte zweimal in Folge die Playoffs. Aus jener Mannschaft steht nur noch Yannick Schelbert im Kader. Der langjährige Captain und Vorkämpfer Sandro Poletti musste am Ende der letzten Saison seinen Rücktritt erklären. Das Zuger Team wird nun geprägt von jungen Schweizern wie zum Beispiel Eigengewächs Severin Nigg. Der 19-Jährige gehörte im vergangenen Mai zur Schweizer U19-Auswahl an der WM in Kanada und hat sich einen Platz im NLA-Team erspielt.

Nicht mehr in Zug ist auch Billy Nilsson. Der schwedische Stürmer hatte in den vergangenen drei Spielzeiten massgeblichen Anteil am Aufstieg und Erfolg der Zentralschweizer. Der Topskorer der letzte Saison kehrte nach drei Jahren am Zugersee in die Heimat zurück. Ersatz für Nilsson fand Zug quasi vor der Haustüre. Emil Julkunen erhielt bei Ligakonkurrent Grasshoppers keinen neuen Vertrag mehr. Weil er seine Arbeitsstelle nach Zug wechselte, wurde man sich rasch einig. Neu zum Team stiess auch der gross gewachsene Alexander Larsson, der in Zug mit seinem langjährigen Sturmpartner Andreas Dahlqvist wiedervereint ist.

Die Forderung des neuen Trainers

Schwedisch wird neu auch an der Zuger Bande gesprochen. Nicklas Hedstål wechselte vom schwedischen Traditionsverein AIK Stockholm in die Zentralschweiz und bildet mit dem fliessend schwedisch sprechenden Sascha Rhyner und Marco Bischof das Trainertrio. «Wir wollen unser Spiel mit dem Ball weiterentwickeln», fordert Hedstål von seiner Mannschaft. Es ist sein Auftrag, vor allem auch die jungen Eigengewächse näher an die erste Mannschaft heranzuführen und zu integrieren. Mit Daniel Uhr, Reto Flütsch und Loris D’Oto wurden drei weitere Junioren ins NLA-Team aufgenommen. Gleichwohl geben sich die Zentralschweizer ambitioniert: Zum dritten Mal in Folge visiert Zug United die Playoffs an.

Nach dem Rücktritt des langjährigen Captains Sandro Poletti beförderte die neue Trainercrew Tim Mock (22) in dieses Amt.

«Es soll auch ein Zeichen sein, auf welche Spieler wir setzen», erklärt Hedstål. «Junge, hungrige Schweizer, die bereit sind, viel zu investieren und zu arbeiten.»

Unterstützt wird Mock vom erfahrenen Thomas Grüter, der den ehemaligen GC-Junior in der Aufgabe begleitet.

Zum Auftakt der Saison erwartet die Zuger gleich unberechenbarer Gegner: Die Unihockey Tigers aus Langnau erlebten in der vergangenen Saison eine herbe Enttäuschung mit dem Verpassen der Playoffs – und gewannen gleichzeitig den Schweizer Cup. Nichts verdeutlicht mehr, wie nahe Hoch und Tief bei den Emmentalern zusammenliegen. Zumindest auf dem Papier müssen die Tigers in dieser Saison kleinere Brötchen backen. Nach dem erfolglosen Werben um den finnischen Weltmeister Joonas Pylsy und dem Weggang des Tschechen Martin Kisugite folgte man der Philosophie, ausschliesslich mit einheimischen Kräften anzutreten. Und erste Ausrufezeichen vermochte die Equipe des neuen Trainers Matthias Gafner zu setzen. Am renommierten Czech Open bezwangen die Emmentaler die Zuger mühelos und das Heimturniert gewannen die Tigers vor den höher eingestuften Tschechen aus Tatran und Köniz.

Zwiespältiger Eindruck

Die Zuger ihrerseits hinterliessen in den Vorbereitungsspielen bislang einen zwiespältigen Eindruck. Am Czech Open verloren sie nach dem Auftaktspiel gegen die Tigers auch gegen die Bohemians aus Prag und FBC Ostrava. An einem gut besetzten Turnier in Falun zwei Wochen später rangen sie hingegen dem schwedischen Meister, der allerdings dezimiert antrat, ein 4:4 ab. Ein ähnliches Bild zeigte sich am vergangenen Montag im ersten Ernstkampf der Saison. Im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups mühte sich Zug über zwei Drittel lang gegen den stark aufspielenden 2.-Ligisten Frauenfeld ab und distanzierte den unterklassigen Gegner erst im Schlussabschnitt. 10:5 lautete das Verdikt am Ende, nachdem die Thurgauer 40 Minuten in Schlagdistanz geblieben waren.

NLA, 12 Teams

1. Runde, Samstag, 16.30: Wiler-Ersigen – Malans. – 17.00: Zug – Langnau (Zug Kantonsschule, Dreifachturnhalle). – 18.00: Rychenberg Winterthur – Grasshoppers. – 19.00: Thun – Chur, Köniz – Waldkirch-St. Gallen. – 19.30: Sarnen – Uster.

Modus: Qualifikation mit Hin- und Rückrunde (je 22 Spiele). Playoffs (best of 7) der besten acht Teams um den Einzug in den Superfinal. Playout (best of 7) der Teams auf den Plätzen 9 bis 12. Superfinal um den Meistertitel (Spiel am 18. April in der Eishalle Kloten). Auf-/Abstiegs-Playoff (best of 7) der beiden Playout-Verlierer gegen die besten zwei NLB-Teams.

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