Unihockey

Schützenfest und Schock für die United-Männer

Die Zuger holen aus den Partien gegen Köniz und Uster zum Re-Start der NLA vier Punkte. Es hätten durchaus mehr sein können.

Peter Rohner
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Zugs André Andersson (rechts) glänzt gegen Uster mit acht Skorerpunkten.

Zugs André Andersson (rechts) glänzt gegen Uster mit acht Skorerpunkten.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 3. Oktober 2020)

97 Tage nach dem letzten Ernstkampf standen die Unihockeyteams wieder für Ernstkämpfe in den Sporthallen. Zug beendete das Restart-Wochenende mit zwei Spielen erfolgreich. Am Sonntag beim UHC Uster sorgte vor allem André Andersson für das offensive Spektakel beim 12:6-Sieg. Er liess sich gleich acht Skorerpunkte notieren. Die Zürcher Oberländer zeigten sich vor allem zu Beginn gut erholt von der Kanterniederlage gegen Waldkirch-St.Gallen und reagierten gut auf die Führung der Zuger durch Captain Tim Mock und brachten sich durch Florian Bolliger und Raphael Berweger in Front. In der Folge übernahmen die Zentralschweizer zusehends das Spieldiktat und legten ihrerseits noch vor der ersten Pause wieder vor: Andrea Menon, Adrian Bachmann und Emil Julkunen legten zum 4:2 vor.

Auch im zweiten Drittel kontrollierten die Zuger das Spielgeschehen – es traf aber zweimal Uster. Es sollte aber das letzte Aufbäumen des Heimteams sein. Zug feierte in souveräner Manier ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison.

Die Zuger geben eine Führung aus der Hand

Weniger erfolgreich war der Ausflug für die Zuger am Freitagabend nach Bern – er endete mit dem plötzlichen Tod. Eine kleine Finte nach links, vorbei an Severin Nigg, sofort nach rechts Richtung Tor und ein platzierter Schuss ins hohe Toreck: Nach 66:17 Minuten löste Tobias Saner bei den Könizern mit dem Tor zum 6:5 riesigen Jubel aus – und sorgte für einen Schock bei Zug United.

Noch zwei Minuten vor Schluss hatten die Zentralschweizer in Bern mit zwei Toren Differenz geführt. Die Gastgeber belohnten sich jedoch mit dem Mut zum Risiko und für ihren nie aufsteckenden Kampfgeist. Mit einem zusätzlichen Feldspieler gelangen ihnen zwei Tore und erzwangen damit die Verlängerung.

Neuer Goalie im Zuger Trikot

Besonders ärgerlich aus Zuger Sicht war der Ausgleichstreffer. Erst gestanden sie Köniz mit einem unnötigen Foul hinter dem eigenen Tor sechs Sekunden vor Schluss einen Freischlag aus der Ecke zu. Und aus diesem resultierte auf einfachste Weise nur eine Sekunde später der Ausgleich. Jonas Ledergerber fand im Rückraum den Tschechen Martin Kisugite, der mit einem Direktschuss traf. So zerrann Zug United der Lohn für eine über weite Strecken gute Partie gegen das stark ersatzgeschwächte Köniz in quasi letzter Sekunde.

Auch Goalie Tim Kramer, der bei seinem Meisterschaftsdebüt für die United sein Team zuvor mit einigen schönen Paraden in Führung gehalten hatte, war letztlich machtlos. Er belegt mit den Zugern den siebten Platz in der Tabelle.