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UNIHOCKEY: Top und Flop innert kurzer Zeit

Zug United klettert in der NLA-Tabelle dank eines 6:2-Erfolgs beim UHC Thun über den Playoff-Strich, scheidet aber im Cup gegen den NLB-Vertreter Sarnen (7:9) aus.
Zwischen Jubel und Unverständnis: Zug United mit Billy Nilsson (Mitte) und Co. (Bild: Michael Peter/Zug United)

Zwischen Jubel und Unverständnis: Zug United mit Billy Nilsson (Mitte) und Co. (Bild: Michael Peter/Zug United)

Peter Rohner

sport@zugerzeitung.ch

Die kursweisende Szene auf dem Parkett in der Mur-Halle in Thun passiert in der 47. Minute. Zugs Topskorer Billy Nilsson kehrt von der Strafbank aufs Feld zurück und kollidiert beinahe mit Teamkollege Marcus Thunvall. Irgendwie gehen sich die beiden Schweden doch aus dem Weg, Thunvall überlässt Nilsson den Ball, und dieser schiesst das 4:2. Es war bereits sein dritter Treffer an diesem Abend und ebnete den Weg zum dritten Saisonerfolg des Aufsteigers. «Das war ein wichtiger Sieg», wusste Zugs Captain Sandro Poletti. «Wir konnten im letzten Drittel nochmals einen Zacken zulegen und haben den Sieg als Team erkämpft.» Es war während 40 Minuten tatsächlich das erwartet zähe Aufeinandertreffen zweier direkter Konkurrenten, die sich lange Zeit neutralisierten. Die United durchbrach den Thuner Abwehrriegel erst in der 25. Minute.

Dank dieses Erfolgs hievten sich die Zuger vor der zweiwöchigen Nationalmannschaftspause über den Playoff-Strich. Allerdings liegen die Teams zwischen Rang 6 und 11 nur vier Zähler auseinander. Einzig die Thuner sind nun etwas abgeschlagen. Auf die Zuger wartet nach den beiden spielfreien Wochenenden mit den Kloten-Bülach-Jets gleich ein nächster direkter Konkurrent. Die Zürcher Unterländer verloren am Wochenende das Derby gegen die Grasshoppers gleich mit dem Resultat von 6:17 (!) und rutschten auf den 10. Platz ab.

Einbruch in torreichem Cupspiel

So gut es den Zuger im Championat gelaufen war, so ernüchternd war der Auftritt tags darauf im Cup-Achtelfinal beim unterklassigen Sarnen: Nach 15 Minuten war zwar alles auf Kurs. Tassio Suter und Captain Poletti hatten den Favoriten mit zwei schönen Toren und einer kontrollierten Startphase auf Kurs gebracht. Ein ausgezeichnet aufgelegter Mario Britschgi im Sarner Tor verhinderte gar einen grösseren Rückstand. Wie fragil das Zuger Gebilde war, deckte Ad Astra Sarnen noch vor der ersten Pause auf. Mit drei Toren in kürzester Zeit spielte sich der NLB-Vertreter vor fast 500 Zuschauern in ­einen Rausch, während bei Zug plötzlich nichts mehr ging. Die Obwaldner nutzten den Schwung zum Auftakt des zweiten Spielabschnitts und zogen auf 5:2 davon. Thurnvall glich in der 39. Minute zwar zum 5:5 aus, doch nur sieben Minuten später hiess es 8:5 für Sarnen.

Kurze Zeit nach dem 9:5 (54.) setzten die Zuger bereits alles auf eine Karte und ersetzten den Goalie durch einen sechsten Feldspieler. Mehr als zwei Tore zum 7:9 gelangen den Zentralschweizern aber nicht mehr. Einmal mehr schied Zug United im Cup gegen ein unterklassiges Team aus. «Wir waren mental nicht bereit und haben unsere Leistung nicht gebracht», zeigte sich Sandro Poletti nach dem Spiel selbstkritisch.

NLA. Rangliste (alle 8 Spiele) 1. Köniz 20. 2. Wiler-Ersigen 20. 3. Grasshoppers 18. 4. Langnau 16. 5. Malans 15. 6. Waldkirch-St. Gallen 11. 7. Zug 10. 8. Uster 9. 9. Rychenberg Winterthur 8. 10. Kloten-Bülach 7. 11. Chur 7. 12. Thun 3.

Thun – Zug United 2:6 (1:0, 1:2, 0:4)

Mur-Halle. – 273 Zuschauer. – SR Fässler/Schläpfer. – Tore: 19. Cebulla (Graber) 1:0. 25. Koutny (Billy Nilsson/Ausschluss Thomas) 1:1. 26. Billy Nilsson 1:2 (Penalty). 39. Graber (Wettstein) 2:2. 43. Billy Nilsson (Crivelli) 2:3. 47. Billy Nilsson (Thunvall) 2:4. 54. Hietanen (Thunvall) 2:5. 57. Billy Nilsson (Petter Nilsson!) 2:6. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Thun; 3-mal 2 Minuten gegen Zug United. – Thun: Thomas Fankhauser; Saurer, Meier; Stulz, Linder; Michael Fankhauser, Wettstein; Beaud; Frey, Thomas, Taurama; Aebersold, Witschi, Zimmermann; Graber, Cebulla, Kropf; Kummer. – Zug: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen; Uhr, Furger; Vosta; Poletti, Abt, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Suter; Joshua Schelbert, Flütsch, Müller; Crivelli, Laely.

Sarnen – Zug United 9:7 (3:2, 3:3, 3:2)

Dreifachhalle. – 480 Zuschauer. SR Hohler/Koch. – Tore: 11. Suter (Hietanen) 0:1. 15. Poletti (Thomas Grüter) 0:2. 18. Zurmühle 1:2. 19. Markström (Liikanen/Ausschluss Thunvall) 2:2. 19. Markström (Eronen) 3:2. 25. Liikanen (Roman Schöni) 4:2. 25. Amstutz (Eronen) 5:2. 32. Billy Nilsson (Koutny/Ausschluss Eronen) 5:3. 35. Billy Nilsson 5:4. 39. Thunvall (Fiechter) 5:5. 40. (39:58) Abegg (Eronen) 6:5. 43. Zurmühle (Roman Schöni/Ausschlüsse Menon; Eronen) 7:5. 46. Marco Schöni (Jonas von Wyl) 8:5. 54. Roman Schöni (Zurmühle) 9:5. 56. Suter (Koutny) 9:6 (Zug ohne Goalie). 60. Billy Nilsson 9:7 (Zug ohne Goalie). – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 2-mal 2 Minuten gegen Zug United. – Sarnen: Britschgi; Läub­li, Berchtold; Höltschi, Markström; Jonas von Wyl, Pass; Roman Schöni, Zurmühle, Liikanen; Abegg, Amstutz, Eronen; Ming, Marco Schöni, Cornel von Wyl. – Zug: Bär; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen; Markus Grüter, Furger; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Suter; Joshua Schelbert, Flütsch, Fiechter.

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