Ein Tor macht den Unterschied gegen die Zugerinnen

Die Unihockeyanerinnen von Zug United fordern Berner Oberland, unterliegen schliesslich aber doch mit 4:5 in der NLA.

Samira Inglin und Marina Schürmann
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Lange Gesichter auf der Zuger Bank bei Trainer Drago Petrovic (grauer Pullover) und die Spielerinnen Weronika Noga (Nummer 44) und Noemi Kistler. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 16. November 2019)

Lange Gesichter auf der Zuger Bank bei Trainer Drago Petrovic (grauer Pullover) und die Spielerinnen Weronika Noga (Nummer 44) und Noemi Kistler. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 16. November 2019)

Beide Teams starteten mit Hektik in die Partie zwischen Zug United und Berner Oberland. Zug agierte von Beginn an mit zwei Linien und liess den Ball laufen. Die Gegnerinnen starteten mit hohem Pressing, was in einigen Ballgewinnen resultierte. Sheila Ebinger im Zuger Tor hielt ihren Kasten jedoch bis zur 16. Minute sauber. Nach einem Ballverlust in der Mittelzone konnte dann aber Fabienne Walther unbedrängt zum Schuss ansetzen und brachte die Berner Oberländerinnen in Führung.

Die United startete ballsicher und kontrolliert in den Mittelabschnitt. Doch es waren die Gäste, die zum 2:0 trafen. Die Topskorerin Sara Piispa (Ex-Zug) bediente Walther, die ihren zweiten Treffer feierte. Zug reagierte – anders als in den vorangegangenen Matches – ruhig. Vor dem Tor mangelte es allerdings wieder einmal an Effizienz oder man scheiterte an der finnischen Nationaltorhüterin Krista Nieminen. In der 35. Minute schliesslich war der Bann gebrochen. Ida Suikka traf auf Pass von Sabrina Bösch zum 1:2.

Zug startete optimal ins letzte Drittel. Die Linie um Bösch und Suikka kombinierte sich erfolgreich durch die Berner Abwehr und Suikka glich den Spielstand aus. Die Bernerinnen nahmen ihr Time-out und versuchten durch hohes Pressing das Spieldiktat wieder zu übernehmen. Mit Erfolg: Nur eine Minute später brachte Piispa ihr Team wieder in Führung. Die Zuger Defensive vermochte sich anschliessend nicht mehr regelkonform zu wehren und servierte Piispa den nächsten Treffer per Penalty auf dem Silbertablett. Doch die Finnin verschoss.

Hin und Her in der Schlussphase

Nur zwei Minuten später reagierte Romana Gemperle im Berner Slot am schnellsten und versenkte den Ball zum 3:3. Dieses Hin und Her hielt an. Die Bernerinnen trafen zum 4:3. Zug drückte in der Folge auf das neuerliche Ausgleichstor. Doch es waren die Gäste, die erneut jubeln konnten. Kurz vor Ende der Partie traf Malin Brolund zum vierten Mal für die Gastgeberinnen – zu spät.

Mit diesem Spiel endete die Vorrunde in der Qualifikation. Zug erlebte eine durchzogene Halbsaison, vor allem auswärts überzeugte man nicht. Mit neun Punkten aus neun Spielen darf man sich nicht zufriedengeben. Um die Playoff-Qualifikation zu schaffen, muss das Team noch eine Schippe drauflegen.

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