Unihockey Zugerinnen mit einem Kantersieg

Im ersten Heimspiel der Saison 2019/20 gewinnt Zug United gegen die Red Lions Frauenfeld mit 11:3.

Marina Schürmann und Samira Inglin
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Erzielt drei Tore: die Zugerin Ronja Bichsel (rechts). Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 21. September 2019)

Erzielt drei Tore: die Zugerin Ronja Bichsel (rechts). Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 21. September 2019)

Vor dem Spiel wurde das Mobiliar-Topscorer-Shirt von René Sidler (Mobiliar Zug) an Malin Brolund übergeben. Die Mobiliar unterstützt seit der Saison 2013/14 die vier Indoor-Sportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball. Die ­besten Punktesammler jeder NLA-Mannschaft spielen in einem Spezialdress. So fliessen jährlich über 400000 Franken in die Nachwuchsabteilungen der NLA-Teams.

Beide Teams starteten verhalten ins Spiel. Ruhig wurde abgewartet und auf beiden Seiten wurde kein unnötiges Risiko eingegangen. Frauenfeld zog ein Pressing auf und so ging es nicht lange, bis nach einem Ballgewinn hinter dem Tor mit einem schnellen Pass in die Mitte das erste Tor für die roten Löwinnen Tatsache war. Nach diesem Tor blieb das Spiel weiter ruhig. Dies änderte sich in der ­ 7. Minute, als Ronja Bichsel ausgleichen und nur sieben Sekunden später Noelle Städler den Führungstreffer erzielen konnte. Die Zentralschweizerinnen waren nun am Drücker und die Topskorerin Malin Brolund erhöhte vor der Pause auf 3:1. Zug ging mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause, war aber durch Frauenfelds hohes Pressing gewarnt, sich nicht zu sicher zu fühlen. Für den mittleren Spielabschnitt nahmen sich beide Teams viel vor. Die Zugerinnen erwischten den besseren Start und konnten bereits 51 Sekunden nach Wiederanpfiff durch Sandra Kuster auf 4:1 erhöhen. Nur wenig später krönte Sabrina Bösch eine herrliche Passkombination durch die Frauenfelder Abwehr mit dem 5:1. Die Thurgauerinnen nahmen ihr Timeout, um so den Rhythmus der Zugerinnen zu brechen. Frauenfeld versuchte weiterhin, viel Druck auf die Zuger Abwehr auszuüben und sie zu Fehlern zu zwingen. Zug zeigte sich davon aber wenig beeindruckt. Die schnellen Spielzüge überforderten die Thurgauer Abwehr und so konnten Ida ­Suikka sowie Ronja Bichsel auf 7:1 erhöhen, bevor es in die zweite Pause ging.

Torfestival im Schlussabschnitt

Frauenfeld kam wacher aus der Pause. In den ersten Minuten des Drittels waren es die roten Löwinnen, die mit hohem Pressing und Ballbesitz das Spiel bestimmten. Julia Kradolfer sowie Livia Müggler konnten ihre Farben für einen kurzen Moment zurück ins Spiel bringen, aber nur eine Minute später zappelte der Ball bereits wieder im Frauenfelder Netz – 8:3. Frauenfeld agierte nun zwischenzeitlich mit einem Feldspieler mehr anstelle des Torhüters, konnte aber nur wenige gefährliche Aktionen vor dem Zuger Tor verzeichnen.

Mit Schüssen aus der zweiten Reihe und gefährlichen Querpässen kamen sie noch zu einigen mehr oder weniger gefährlichen Abschlüssen, die aber alle von Daniela Liechti im Zuger Tor zunichte gemacht wurden. Auf der Gegenseite war der Angriffszug kaum zu bremsen, und Zug United konnte in der 56. Minute das «Stängeli» feiern. Abgeschlossen wurde das Torfestival durch Malin Brolund, die zum 11:3-Schlussstand einnetzte.

Unihockey

NLA, Frauen, 2. Runde: Zug – Frauenfeld 11:3. Piranha Chur – Laupen ZH 8:2. Kloten-Dietlikon – Berner Oberland 9:4. Red Ants Winterthur – Mendrisiotto 10:0. Emmental Zollbrück – Bern-Burgdorf 4:2. – Rangliste (alle 2 Spiele): 1. Emmental Zollbrück 6. 2. Piranha Chur 6. 3. Red Ants Winterthur 3. 4. Zug 3. 5. Kloten-Dietlikon 3. 6. Bern-Burgdorf 3. 7. Laupen ZH 3. 8. Frauenfeld 3. 9. Berner Oberland 0. 10. Mendrisiotto 0.

Zug United – Frauenfeld 11:3 (3:1, 4:0, 4:2)
Dreifachsporthalle Kantonsschule Zug. – 50 Zuschauer. – SR Kämpfer/Bajoni. – Strafen: Keine. – Tore: 3. A. Beck 0:1, 7. Ro. Bichsel (M. Brolund) 1:1, 7. N. Städler 2:1, 11. M. Brolund (N. Kistler) 3:1, 21. S. Kuster (M. Brolund) 4:1, 23. S. Bösch (I. Suikka) 5:1, 26. I. Suikka (S. Bösch) 6:1, 39. Ro. Bichsel (S. Kuster) 7:1, 43. J. Kradolfer (L. Müggler) 7:2, 45. L. Müggler (J. Kradolfer) 7:3, 46. Ro. Bichsel (N. Kistler) 8:3, 51. S. Kuster (W. Noga) 9:3, 56. N. Städler 10:3, 57. M. Brolund (Ro. Bichsel) 11:3.