Unihockey
Zwei Gegentreffer in drei Sekunden: Zug United kassiert eine empfindliche Klatsche

Vor der vierwöchigen Nationalmannschaftspause in der NLA setzt es in Uster eine 3:8-Niederlage ab.

Peter Rohner
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Die Zuger mit André Andersson (am Ball) können sich nicht entfalten.

Die Zuger mit André Andersson (am Ball) können sich nicht entfalten.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. November 2021)

Lange war die Partie zwischen Uster und Zug United spannend. Claudio Schmid hatte die Zürcher zum dritten Mal an diesem Abend in Führung gebracht, als Martin Prazan auf die Strafbank musste. Bisher hatten beide Teams ihre Powerplays jeweils verwertet. Uster zweimal durch Patrik Doza, Zug seines durch André Andersson. Diesmal scheiterte jedoch Alexander Larsson mit der besten Möglichkeit an Goalie Nicola Brütsch, der sich ohnehin glänzend disponiert zeigte.

Praktisch im Gegenzug – Prazan war wieder zurück von der Strafbank – traf Markus Kulmala mit einem platzierten Direktschuss zum 5:3. Erstmals führte ein Team mit zwei Toren Differenz und es kam für Zug gar noch schlimmer. Vom Bully weg stürmte Schmid nach vorne, umkurvte die Zuger Feldspieler in bester Slalommanier und schliesslich auch noch Keeper Petter Nilsson. Drei Sekunden nur nach dem 5:3 stand es schon 6:3. Und fünfeinhalb Minuten vor Schluss schien die Entscheidung gefallen. Die Zuger lehnten sich zwar noch auf, in Form eines sechsten Feldspielers anstelle des Torhüters. Doch wie häufig, wenn es ohnehin nicht läuft, dann geht auch das schief. Marco Klauenbösch traf das leere Gehäuse. Und Doza, wie Schmid dreifacher Torschütze an diesem Abend, komplettierte seinen Hattrick und sorgte für eine empfindliche Niederlage der Zentralschweizer.

Die Absenzen machen sich bemerkbar

Dabei hatte die Partie gut begonnen. Adrian Uhr traf schon früh mit einem Distanzschuss zur Zuger Führung. Allerdings taten sich die Zentralschweizer in der Folge – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – schwer mit dem Toreschiessen. Die Abwesenheiten von Alexander Hallén und Severin Nigg halfen dem Zuger Offensivspiel ebenso wenig wie die Tatsache, dass Adrian Furger und Oliver Bäcklin nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Und kam man dann doch einmal durch – oder sorgten die Ustermer fast für ein Slapstick-Eigentor –, war Goalie Brütsch eben zur Stelle, um sein Team vor allem in den ersten 40 Minuten auf Kurs zu halten. Vor allem Larsson dürfte Brütsch in näherer Zeit nicht in seinen engeren Freundeskreis aufnehmen.

Während die Zuger vorne nicht trafen, nutzten die Ustermer ihrerseits kaltblütig aus, was ihnen Zug anbot. Entsprechend sicherten sich die Zürcher Oberländer verdient die drei Punkte und schlossen damit punktemässig zu Zug auf. Die Zentralschweizer stehen wohl immer noch auf dem fünften Rang, doch wuchs der Abstand zum viertklassierten Alligator Malans bereits auf sechs Zähler, derweil die Reserve auf das neuntplatzierte St. Gallen und damit den Playoff-Strich nur noch fünf Punkte beträgt.

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