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UNIVERSIADE: In diesen Kreisen fühlt er sich zu Hause

Der Zuger Curler Pascal Hess gewann vor vier Jahren an der Universiade Silber. Jetzt kehrt er in einer neuen Funktion an diesen Grossanlass zurück.
Der Zuger Pascal Hess ist an der Universiade im spanischen Granada für das Schweizer Curlingteam verantwortlich. An diesen Wettbewerb hat er nur gute Erinnerungen. (Bild Dominik Hodel)

Der Zuger Pascal Hess ist an der Universiade im spanischen Granada für das Schweizer Curlingteam verantwortlich. An diesen Wettbewerb hat er nur gute Erinnerungen. (Bild Dominik Hodel)

Roland Eggspühler

Ende der letzten Saison beendete Pascal Hess, der langjährige Skip vom CC Zug Arisco, seine Spitzensportkarriere, und sein Team löste sich auf. Stefan Meienberg und Florian Meister spielen seit diesem Winter für das Team Michel des CC Adelboden und gewannen im November die EM-Bronzemedaille. Mit diesen zwei Teamkameraden sowie Bastian Brun und Jean-François Mayoraz erreichte Pascal Hess an der Universiade 2011 in Erzurum (Türkei) seinen grössten Erfolg. «Das Turnier war sehr gut besetzt, und wir spielten konstant auf hohem Niveau. Die ­Universiade mit dem Finalspiel und einer Medaille abschliessen zu können, sind sehr schöne Erinnerungen», blickt Pascal Hess zurück.

Damals machte sich eine leise Enttäuschung und etwas Wehmut breit aber weniger wegen desm verpassten Sieges, mit dem er seinen Bruder Yves (gewann an der Universiade 2003 ebenfalls Silber) überflügelt hätte: «Ich wäre nach China und der Türkei sehr gerne an eine weitere Universiade gereist. Aber wegen der Altersobergrenze von 28 Jahren ging das leider nicht mehr.»

Eine neue Funktion

Dass Pascal Hess nun trotzdem zu einem Universiade-Comeback kommt, ist seiner neuen Funktion zuzuschreiben: Er ist an der Universiade in Granada (Spanien) sie findet vom 4. Februar bis 14. Februar statt – der Coach des Schweizer Männerteams und wird dort als neuer Curling-Disziplinenchef im Schweizer Hochschulsportverband (SHSV) aufgebaut. Der Berner Stefan Schmid, der diese Funktion in den letzten acht Jahren innehatte und in Erzurum Pascal Hess und sein Team zur erwähnten Medaille coachte, wird nach diesem Winter kürzertreten. «Mein Ziel ist, dass mir Pascal Hess in Spanien so fest wie möglich über die Schulter schauen und viel von dem lernen kann, was an einem solchen Turnier neben dem Eis läuft», skizziert Stefan Schmid den Plan und schmunzelt: «Aber so wie ich ihn kenne, wird er mit den Jungs mitfiebern und mitgehen, wie wenn er selber auf dem Eis stehen würde. Dann holen wir den administrativen Teil der Übergabe dann halt nach der Universiade nach.»

Pascal Hess freut sich auf die neue Rolle als Funktionär und ist überzeugt, in den kommenden Jahren einige Akzente setzen zu können. «Ich habe als Athlet zwei Universiade-Turniere erlebt, und ich spielte bis letzten Winter auf sehr hohem Niveau», holt er aus und stellt fest: «Das heisst, ich kenne sowohl die Schweizer Curlingszene als auch die Universiade ‹von innen› und kann damit bei jenen das Feuer für diesen Anlass entfachen, die für eine erfolgreiche Mission am besten geeignet sind.»

Grosse «Trials» als Vision

Das Curlingteam, das an dieser Universiade die Schweizer Farben vertritt, ist eine zusammengewürfelte Truppe von Studenten, die in der Romandie und in Bern in verschiedenen Teams spielen. Ob das für eine Medaille reicht? Pascal Hess antwortet mit einem diplomatischen Schulterzucken und den Worten: «Für sie ist es das erste Mal, dass sie die Schweizer Farben vertreten dürfen. Und im Moment ist es schwierig einzuschätzen, wie unsere Chancen stehen.» Für die Zukunft schwebt ihm ein Selektionsturnier mit grosser Konkurrenz vor, an dem verschiedene Schweizer Teams um die Universiade-Teilnahme kämpfen. Denn im Curlingsport befinden sich vor allem bei den jüngeren Teams – viele Spieler in einer akademischen Berufslaufbahn. «Und da ist die Universiade in meinen Augen ein idealer Schritt in der sportlichen Karriere, um erste Grossanlasserfahrungen zu sammeln», stellt Pascal Hess fest. Bei ihm selber war das etwas anders, er durfte 2003 als Junior an den Weltmeisterschaften teilnehmen: «Aber genau diese Erfahrung hat mir für die Universiade-Turniere viel Sicherheit gegeben. Und mit der Universiade verhält es sich im Hinblick auf eine spätere Olympia-Teilnahme genau gleich!»

Auf Olympia verzichtet

Die Olympischen Spiele 2018 hätten Pascal Hess sicherlich gereizt, aber er setzte die Prioritäten anders. «Ich bin jetzt 31 Jahre alt, und in der Kombination von Spitzensport und Beruf kam ich immer mehr an den Anschlag, weil die Erholung auf der Strecke blieb. Die kommenden vier Jahre im Winter als Profi unterwegs zu sein, konnte ich mir aber nicht vorstellen», erklärt er und macht kein Geheimnis daraus, dass ihm dieser Entscheid nicht leicht gefallen sei: «Der Bauch hätte durchaus Lust gehabt. Aber der Kopf sagte Nein. Ich stand schon während des letzten Curlingjahres mit einem Bein tief im Berufsleben und habe einen tollen Job als Finanzberater mit Kundenverantwortung. Und natürlich spielt in meinem Alter auch die Familienfrage ein wenig mit.»

Nach seinem Rücktritt zog Pascal Hess mit seiner Freundin zusammen, und nun freuen sich die beiden erst einmal, gemeinsame Reisen zu unternehmen. Für den kommenden Winter planen sie längere Ferien in Südamerika und besuchen darum ab Mitte Februar einen Spanischsprachkurs. Dass Pascal Hess in den zwei Wochen zuvor in Spanien noch ein «Praktikum» macht, hatten sie ursprünglich nicht vorgesehen. Aber es passt.

Hinweis

Mehr zur Universiade in Granada (Spanien) finden Sie unter www.granada2015.ch.

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