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Josef Ribary: «Uns sind die Hände gebunden»

Unterägeri: Neue Busverbindungen, die Jahresrechnung, die Seeufergestaltung und das Bauprojekt auf dem Areal St. Anna: An der Gemeindeversammlung gab es einiges zu diskutieren – zuweilen wurde es emotional.
Carmen Rogenmoser
Das dichte Verkehrsnetz der ZVB soll im Ägerital noch ausgeweitet werden. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 18. Juni 2018))

Das dichte Verkehrsnetz der ZVB soll im Ägerital noch ausgeweitet werden. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 18. Juni 2018))

Die Gemeindeversammlung hat am Montagabend 295 Stimmbürger in die Ägerihalle gelockt. «So viele wie schon lange nicht mehr», bemerkte Gemeindepräsident Josef Ribary. Der Grund für den Aufmarsch war ein Thema, das in der Vorlage zur Versammlung nicht zur Sprache gekommen ist: das Bauprojekt «Am Baumgärtli» auf dem St.-Anna-Areal. Statt des ­geplanten Familienhotels sollen weitere Alterswohnungen ent­stehen. Diese stillschweigende Projektänderung sorgte im Dorf für Unmut.

Zwei Interpellationen wurden dazu eingereicht. Der ­Gemeinderat beantwortete diese zusammen. «Das Kinderhotel war eine grosse Freude und Hoffnung», beginnt Ribary seine ­Ausführungen. «Umso grösser ist die Enttäuschung jetzt.» Damit spricht er den anwesenden Unterägerern wohl aus der Seele. Der Ärger ist gross. Viele gehen davon aus, dass nie geplant war, das Kinderhotel tatsächlich zu bauen. Sondern dass es als Vorwand diente, um leichter eine Baubewilligung zu erhalten. Der Gemeinderat weiss offenbar nicht mehr als die Bevölkerung. Von den Projektverantwortlichen war niemand anwesend.

Noch gebe es einen gültigen Bebauungsplan, so Ribary. «Der Rat hat entschieden, das für den Baubereich A keine Baufreigabe erteilt wird, bevor nicht eine neue Baueingabe gemacht wird», sagt er und macht damit klar, dass der Gemeinderat nicht einfach nur zuschaut. Dort, wo das Hotelgebäude gebaut werden sollte, darf nicht weitergearbeitet werden. Ausgenommen sei die Sicherung der Baustelle. Die restlichen Gebäude sind davon nicht betroffen. «Bevor nicht ein neues Baugesuch ein­gereicht wird, sind uns die Hände gebunden», betont Ribary. Viel stehe auf dem Spiel, es brauche Geduld und Zeit, mahnt er.

Die Bevölkerung zeigt sich trotz der spürbaren Emotionen ruhig. Vom Gemeinderat wird verlangt, «eine harte Stirn» zu bieten und zu verhandeln. «Ich bin froh, dass der Gemeinderat das offenbar so sieht wie wir», bemerkt Interpellant Thomas Hess. «Bei einer Neuausschreibung werden wir entsprechend reagieren», droht er – und wird damit nicht der Einzige sein.

Zusammenarbeit wird aufgenommen

Abgestimmt wurde zudem über zwei beinahe identische Motionen, eingereicht von der CVP und der FDP. Es geht um die Verbesserung und Verstärkung der Busverbindung nach Menzingen. Beide wurden als teilerheblich erklärt. Erwartet werde eine pragmatische und rasche Lösung, forderten die Motionäre. Die Zusammenarbeit mit der ­Gemeinde Oberägeri und den kantonalen Partnern sei in dieser ­Sache sehr wichtig, betonte Gemeinderat Fridolin Bossard. «Erste Gespräche haben bereits stattgefunden.»

Die Beschlüsse

Folgendes wurde beschlossen:
Das Protokoll vom 11. Dezember wurde genehmigt;
Die Jahresrechnung 2017 wurde genehmigt;
Der Kredit für den Ausbau und die Sanierung Höhenweg wurde gesprochen;
Die Motion der FDP «Direkte Busverbindung zwischen dem Ägerital und Menzingen» wurde teilerheblich erklärt;
Die Motion der CVP «Optimierung des ÖV-Angebots zwischen dem Ägerital und Menzingen» wurde teilerheblich erklärt. (red)

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