«African Mirror» - Unser Blick auf die Urvölker Afrikas

Der Fliz Filmclub Zug präsentiert «African Mirror», ein Filmdokument, welches zur Auseinandersetzung mit dem Afrikabild aus Sicht der westlichen Welt anregt.

Andreas Faessler
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René Gardi bei Filmarbeiten in Afrika.

René Gardi bei Filmarbeiten in Afrika.

Bild: PD

René Gardi (1909–2000) war in den 1950er- und 1960er-Jahren so etwas wie der kulturelle Botschafter für Afrika. Der Berner Filmemacher, Fotograf und Reiseschriftsteller hat mit einer Vielzahl an Dokumentationen, Publikationen und Filmen die Urvölker in der Wildnis Afrikas porträtiert. Gardi schwärmte für die einfache, urtümliche Lebensweise der Wilden im Busch und in der Savanne der Südsahara und im Gebiet des nördlichen Kameruns – fernab der Landstrassen und Städte.

Mit scharfem Auge beobachtete der Schweizer die Stämme, ihre Riten, Gepflogenheiten und Sitten. Seine aufschlussreichen Medienbeiträge waren in der Heimat sehr gefragt, die Leute erhielten lebhafte Eindrücke einer ihnen bislang völlig fremden, faszinierenden Welt. Gardi war regelmässig Gast in Gesprächsrunden und Fernsehsendungen.

Aus René Gardis Nachlass hat der Schweizer Filmemacher Mischa Hedinger eine bildstarke Filmcollage geschaffen. Es ist ihm gelungen, mit einer Vielzahl an teils bisher unveröffentlichten Filmsequenzen ein Bild von Gardis Wahrnehmung der afrikanischen Völker zu zeichnen – begleitet von nachgesprochenen Aufzeichnungen des Reiseschriftstellers.

«African Mirror» regt an, sich mit dem Afrikabild aus der Sicht von damals auseinanderzusetzen, ein Afrikabild, das auch heute noch lange nicht unproblematisch ist.

Hinweis
«African Mirror», Kino Gotthard, Zug, am Montag, 13. Juli, 20 Uhr. Filmemacher Mischa Hedinger ist anwesend.