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Unterägeri: Ein neues Schulhaus für rund 17 Millionen Franken

Am 24. November stimmt die Bevölkerung von Unterägeri über den Baukredit für das Schulhaus Acher Mitte ab.
Rahel Hug
Gemeinderat Beat Iten (links) und Architekt Christophe Egli vor einem Modell des neuen Schulgebäudes und der Umgebung. Im Hintergrund sind die Visualisierungen des Gebäudes von beiden Seiten zu sehen. (Bild: Maria Schmid, Unterägeri, 27. September 2019)

Gemeinderat Beat Iten (links) und Architekt Christophe Egli vor einem Modell des neuen Schulgebäudes und der Umgebung. Im Hintergrund sind die Visualisierungen des Gebäudes von beiden Seiten zu sehen. (Bild: Maria Schmid, Unterägeri, 27. September 2019)

Unterägeri braucht mehr Platz für seine Primarschüler. Vor zwei Jahren musste erstmals eine erste Klasse fünf- statt vierfach geführt werden, weil die Maximalgrösse von 24 Schülerinnen und Schülern pro Klasse überschritten wurde. Jetzt soll ein Neubau Abhilfe schaffen. Am vergangenen Freitag und Samstag hat die Gemeinde im Kultroom 15 die Pläne für das Projekt «Schulhaus Acher Mitte» vorgestellt. Am 24. November findet die Urnenabstimmung zum Baukredit von 17,7 Millionen Franken statt.

«Wir sind platzmässig voll ausgelastet», sagt der Unterägerer Bildungsvorsteher Beat Iten. «Der Ausbau ist also dringend nötig.» Man rechne damit, dass künftig alle Klassen auf der Primarstufe fünffach geführt werden müssen. Das entspreche der Prognose von zirka 100 bis 110 Schülern pro Jahrgang.

Ein Schulgebäude mit zwölf Klassenzimmern

Aktuell kann die Gemeinde mit dem Informatikzimmer und so genannten Ressourcenzimmern (für gezielte Förderung), die vorübergehend aufgelöst werden, überbrücken. Doch das soll kein Dauerzustand sein. An der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dezember wurde deshalb ein Planungskredit für den Neubau vorgelegt, der von der Bevölkerung angenommen wurde. Der Neubau soll an der Stelle der bestehenden Turnhalle und des Singsaals, also zwischen den Gebäuden Acher Nord und Acher Süd, entstehen. Die Gemeinde hat für das Projekt eine Generalplanersubmission durchgeführt. Den Zuschlag erhielt das Baarer Architekturbüro Archetage.

Das Schulgebäude soll zwölf Klassenzimmer bieten. Im untersten Geschoss, das sich – vom Pausenplatz her gesehen – im Boden befindet, entstehen die neue Turnhalle und der Singsaal. Darauf werden drei Geschosse mit je vier Schulzimmern gebaut. «Die räumliche Situation stellt eine Herausforderung dar», sagt Architekt Christophe Egli. «Auf dem Areal sind die Platzverhältnisse relativ eng.» Dadurch werde es während der Bauarbeiten sicher zu Beeinträchtigungen kommen. «Wir werden mit der Zufahrt von Westen her über den Sportplatz den Schulbetrieb klar von der Baustelle trennen.»

Der neue Baukörper wird laut Egli zirka 40 Meter lang und 20 Meter breit sein. Die Höhe, vom Pausenplatz aus betrachtet, beträgt 12 Meter. Die oberen drei Stockwerke des neuen Schulhauses werden in Holzbauweise erstellt. Damit wird einem Anliegen aus der Gemeindeversammlung vom letzten Dezember Rechnung getragen. Damals wurde die entsprechende Forderung mit einer Interpellation gestellt und von den Stimmberechtigten unterstützt.

Baueingabe soll im Januar erfolgen

Vorausgesetzt, die Bevölkerung sagt am 24. November Ja zum Baukredit, rechnet Beat Iten mit der Baueingabe im Januar. «Unser Ziel ist es, in den Sommerferien 2020 den bestehenden Trakt abzureissen.» Die Eröffnung könnte demnach auf den Start des Schuljahrs 2022/2023 erfolgen. Dereinst werden rund 600 Schüler auf dem Areal Acher unterrichtet. Damit komme die Schulanlage Acher bezüglich Schülerzahl wohl an ihre Grenzen und ein weiterer Ausbau sei nach der Umsetzung des nun vorliegenden Projekts auf diesem Gelände kaum mehr sinnvoll, sagt Iten. «Doch ich gehe davon aus, dass wir mit dem Neubau für die nächsten 15 bis 20 Jahre gewappnet sind.»

Parallel zur Detailplanung des Neubaus laufen Abklärungen, wo die Vereine, welche die Turnhalle und weitere Räume für Proben und Trainings benützen, während der zweijährigen Bauzeit untergebracht werden. Der SP-Gemeinderat geht davon aus, dass ein Grossteil der Bedürfnisse in den anderen Acher-Gebäuden in unmittelbarer Nachbarschaft abgedeckt werden kann. Der Turnunterricht werde wenn möglich draussen stattfinden, den Rest könne man mit den bestehenden Turnhallen auffangen.

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