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UNTERÄGERI: Am Ägeri-Märcht trifft sich die ganze Talschaft

Der jährliche Ägeri-Märcht strahlt ein besonderes Flair aus. Nicht nur an den Verkaufsständen geht es hoch zu und her.
Martin Mühlebach
Viele Besucher am Ägeri Märcht auch dank bestem Wetter. (Bild: Jakob Ineichen (3. September 2017))

Viele Besucher am Ägeri Märcht auch dank bestem Wetter. (Bild: Jakob Ineichen (3. September 2017))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

Für einen Berichterstatter ist es nicht ganz einfach, sich am Ägeri-Märcht angesichts des grossen Besucherandrangs einen Überblick zu beschaffen. Das weiss auch Hansruedi Röllin vom Skiklub Unterägeri, der bereitwillig den Marktchef Urs Muff herbeiruft. Bis Muff am Stand eintrifft, benützt Röllin die Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu machen. Er sagt: «Unseren Marktstand betreiben wir seit 25 Jahren, um unsere Klubkasse aufzubessern. Mit den hier erzielten Einnahmen können wir unseren Jugendlichen jedes Jahr ein Skilager zu günstigen Konditionen anbieten.»

Die Worte sind kaum verklungen, als Urs Muff eintrifft und zu erzählen beginnt: «Unser Märcht wurde im Jahr 1833 erstmals durchgeführt. Von da an fand er, mit Ausnahme der Mobilmachungen 1914 und 1939, jedes Jahr statt.» Der Ägeri-Märcht sei schon früh zu einem Treffpunkt der ganzen Talschaft geworden. In den letzten Jahren seien sogar Klassenzusammenkünfte zur Tradition geworden.

Berechtigtes Lob des Marktchefs

Da er einer der ersten Herbstmärkte in der Zentralschweiz sei, gebe es Marktfahrer, die seit Jahrzehnten immer wiederkämen. «Heuer können sich die Marktbesucher an insgesamt 143 Ständen mit allerlei Waren eindecken.» Zu erwähnen sei, dass praktisch alle Ägerer Dorfvereine einen Stand oder ein Beizli betrieben. «Sie machen wirklich einen guten Job», lobt Urs Muff, der im gleichen Atemzug die Disziplin der Marktbesucher hervorhebt. «Es macht mir grosse Freude», sagt er, «dass die aufgestellten Abfallfässer rege benutzt werden. Die Strassen sind so sauber, wie wenn sie soeben geputzt worden wären.»

«Beste Propaganda fürs Dorf»

Während sich die Erwachsenen in aller Ruhe am Märcht umsähen, könnten sich die Kinder und Jugendlichen auf den etwas abseits gelegenen Bahnen vergnügen. Im Beizli «Zu den alten Kameraden», das von ehemaligen Fussballern des FC Ägeri betrieben wird, strahlt der Unterägerer Gemeindepräsident Josef Ribary übers ganze Gesicht. Er versichert glaubhaft: «Die frisch zubereiteten Poulets sind ein wahrer Genuss. Wenn man sie verspeist hat, fällt es leicht, die Geselligkeit zu pflegen.» Als Gemeindepräsident ist es Josef Ribary eine Herzensangelegenheit, ausdrücklich zu betonen: «Der gut organisierte Ägeri-Märcht macht für unser Dorf die beste Propaganda, die man sich wünschen kann.»

Dass an den Marktständen Schmuck, Lederwaren aller Art, Kleider für Jung und Alt und nebst weiteren nützlichen Utensilien sogar bunt bestickte Hosenträger zu kaufen sind, versteht sich von selbst.

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