UNTERÄGERI: Auf einer Werbe-Tour für das Kurhaus

Noch zittert die Stiftung St. Anna um die Zustimmung der Bevölkerung. Jetzt ködert sie mit Fonds für die Alterswohnungen.

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Unterhalb des alten Kurhauses (rechts) befinden sich die Alterswohnungen, deren Anzahl dereinst erweitert werden soll. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Unterhalb des alten Kurhauses (rechts) befinden sich die Alterswohnungen, deren Anzahl dereinst erweitert werden soll. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Noch immer gibt es Unterägerer, die sich fragen, warum das Kurhaus Annahof nach Oberägeri verlegt werden muss. Deshalb weibelt der Stiftungsrat St. Anna umher, um aufzuklären und Goodwill zu schaffen.

Dies hat er kürzlich bei der CVP und SVP getan, die FDP folgt noch. Denn der Verkauf der Kurhausparzelle in Unterägeri an einen Investor und der Neubau in Oberägeri hängen davon ab, ob der abgeänderte Bebauungsplan St. Anna vom Unterägerer Souverän angenommen wird.

Enge Platzverhältnisse im heutigen Annahof
Ein Investor will das alte Kurhaus abreissen und dort altersgerechte Eigentumswohnungen realisieren. Letzten Freitag und Samstag organisierte die Stiftung zwei öffentliche Informationen in der Caféteria des Annahofs. An Info-Ständen und im Gespräch erläuterte der Stiftungsrat knapp 50 Personen, warum die engen Platzverhältnisse und die Einrichtungen des heutigen Annahofs nicht mehr zeitgerecht sind und deshalb das Kurhaus langfristig geschlossen werden müsste.

Ein Fonds für die Alterswohnungen
Die Stiftung hat sich bereit erklärt, einen Teil der Parzelle für die dritte Etappe der Alterswohnungen zu reservieren. Die Sicherung dieses Landstückes für künftige Alterswohnungen ist Teil der Vereinbarungsverhandlungen, welche die Stiftung derzeit mit der Gemeinde Unterägeri führt.

Weiter ist die Stiftung bereit, zwei Fonds für die dritte Etappe der Alterswohnungen einzurichten: einen Erneuerungsfonds und einen zweckgebundenen Fonds für den Bau der dritten Etappe. Allerdings sollen deren Gelder aus den Betriebsergebnissen des geplanten Kurhaues in Oberägeri und der Alterssiedlung erwirtschaftet werden.

Abstimmung erfolgt im November
«Das Kurhaus in Unterägeri kann nicht überleben, obwohl der Bedarf für ein solches Haus ausgewiesen ist. Wichtig sind für das Ägerital ebenso der Erhalt der 5 Langzeit- und 10 Übergangspflegeplätze sowie der rund 30 Arbeitsplätze», sagt Jürg Bernhard eindringlich.
Über den abgeänderten Bebauungsplan St. Anna wird in Unterägeri am 30. November an der Urne entschieden.

Monika Wegmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.