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UNTERÄGERI: Bodenständige «High-Fashion» mit Ex-Mister-Schweiz Reto Blumenthal

Zum neunten Mal organisieren Marcel und Ursula Strickler in ihrem Laden eine Modeschau. Dabei glänzt nicht nur ein eingeladener Ex-Mister-Schweiz mit einem Auftritt.
Carmen Rogenmoser
Die Modeschau in Unterägeri lockt viele Zuschauer an. (Bild: Stefan Kaiser (29. September 2017))

Die Modeschau in Unterägeri lockt viele Zuschauer an. (Bild: Stefan Kaiser (29. September 2017))

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

New York, Mailand, Paris, Unterägeri: Was die grossen Modemetropolen können, kann Unterägeri schon lange. Zugegeben, die Front Row des Catwalks – die erste Reihe am Laufsteg also – ist nicht ganz so glamourös besetzt wie etwa an der Fashion Week in Mailand. Bekannte Popstars, aufstrebende Influencer oder ehemalige Topmodels fehlen. An Publikum mangelt es allerdings nicht – und das am Donnerstagnachmittag. Um 17 Uhr nämlich schweben die Models für den ersten Durchlauf der vom Modegeschäft Strickler Shoes & Fashion und dem Optiker Augenstyle in Unterägeri organisierten Modeschau über den Laufsteg.

Bereits eine Stunde vorher lockt der rote Teppich vor dem Geschäft an der Zugerstrasse die ersten Gäste an, kurz vor Beginn der Show gibt es fast kein Durchkommen mehr. Man kennt sich, plaudert ausgelassen und begutachtet die schön drapierten Herbstkleider. Ja genau, an der Modeschau in Unterägeri wird im Herbst Herbstmode präsentiert und nicht etwa schon die Frühlingsmode wie an den internationalen Shows. Nein, hier möchte man sich mit einem Tenü eindecken, das man am nächsten Tag bereits im Dorf ausführen kann. Vorgestellt wird die Mode übrigens von vielen Models aus der Umgebung. Stolz und strahlend präsentieren sie die Kleidung: Frauen, Männer, Teenager und Kinder. Im Hintergrund läuft rassige Musik. Die Models halten den Takt und schreiten die paar Meter am Publikum vorbei, machen vorne am Laufsteg kurz halt, öffnen die Jacke, schieben die Sonnenbrille hoch und drehen sich mit wehendem Haar. Sie sind perfekt frisiert und geschminkt.

Renzo Blumenthal geniesst die Abwechslung

Zwischendurch gibt es Spontanapplaus von den Zuschauern, weniger wegen der ausgefallenen Schnitte der Kleider, mehr für die Leistung der Models. Sehr sympathisch. Sympathisch ist auch der eingeladene Stargast Renzo Blumenthal. So ganz ohne Promifaktor läuft das Geschäft auch in Unterägeri nicht. Renzo Blumenthal wurde 2005 zum Mister Schweiz gewählt und ist es eigentlich auch heute noch ein bisschen. Viele bringen ihn mit dem Titel in Verbindung. Renzo – so stellt er sich vor – stört sich nicht daran. «Ich hätte selber nie gedacht, dass ich nach all den Jahren noch gebucht werde», sagt er. Er geniesse solche Auftritte, sie bieten ihm eine gute Abwechslung zum anstrengenden Bauern-Dasein.

Auch die Gäste in Unterägeri erkennen den kernigen Bündner, halten aber respektvollen Abstand, obwohl er speziell zum Autogrammschreiben und Socializen – Plaudern also – eingeladen wurde. Dann fragt ein Erster nach einem Autogramm und schwups wird die Schlange länger. Geplaudert wird dann nicht über die neuste Mode, sondern über seinen Bauernhof, Renzos Leidenschaft. Kaum allerdings geht der nächste «Walk» über die Bühne, gilt die Aufmerksamkeit der Gäste wieder den Models und nicht mehr dem Ex-Mister-Schweiz. Dieser nutzt die Gelegenheit und probiert sich durch die Apéroplatte voller Unterägerer Käse. Ob der so gut schmeckt wie der Blumenthaler Bergkäse?

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